Motivation aus dem christlichen Glauben

Theoretische und praktische Ausbildung zum Priester in sieben Jahren
Die wichtigste Voraussetzung für den Beruf des Priesters ist die religiöse und menschliche Eignung. Der Priesteramtskandidat soll seiner Motivation aus dem christlichen Glauben heraus folgen. Der Beruf steht auch denen offen, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben und sich später berufen fühlen.
Folgende Eigenschaften sind wichtig:
- Die geistliche, kirchliche und menschliche Grundeinstellung zum geistlichen Amt als Dienst am Heiligen und an den Menschen ist unerlässlich.
- Motivation aus dem christlichen Glauben
- menschliche Reife und Beziehungsfähigkeit
- körperliche und psychische Belastbarkeit
- Offenheit für neue Länder, Kulturen und Lebensweisen
- Bereitschaft, neue Fremdsprachen zu erlernen, bzw. Sprachkenntnisse
- Bereitschaft im Team zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen
- Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit
- Ideenreichtum und Flexibilität
- Organisationstalent
Um sich als Priesteramtskandidaten zu bewerben, sollten folgende formale Voraussetzungen erfüllen werden:
- Empfang der Firmung
- die Allgemeine Hochschulreife (Erwachsene können diese auch in kirchlichen Häusern erwerben)
- Zweiter Bildungsweg für Spätberufene: Interessierte, die keine Allgemeine Hochschulreife aber eine abgeschlossene Berufsausbildung besitzen und mindestens 25 Jahre alt sind, können in abgewandelter Form studieren
- Bereitschaft für ein zölibatäres Leben und die Freiheit, sich ein Leben lang durch die Weihe für den priesterlichen Dienst zu entscheiden.
Die Bewerber richten ihre vollständige Bewerbung mit der Bitte unter die Priesteramtskandidaten des Bistums aufgenommen zu werden, entweder an die Diözesanstelle (siehe Links der Ansprechpartner) oder an das Generalvikariat (Personalabteilung). Der Bischof entscheidet auf Empfehlung des Regens über die Aufnahme der Priesteramtskandidaten.
Ausbildung
In der gut siebenjährigen Ausbildung (fünf Jahre Studium, zwei Jahre Pastoralkurs) durchlaufen die Priesteramtskandidaten verschiedene Stationen:
- Propädeutikum (sechsmonatiger Vorkurs), darin enthalten ist unter anderem ein Sozialpraktikum, ein vierwöchiges Gemeindepraktikum und eine ca. fünfwöchige Bibelschule in Israel
- Studium der katholischen Theologie (Zehn Semester / Fünf Jahre) inkl. Praktika, geistlicher Begleitung und Studienortwechsel für zwei Semester
- Währenddessen leben die Kandidaten im Theologenkonvikt
- Abschluss des Studiums: Diplomtheologe (kirchliches Examen)
- Pastoralkurse (Seminare und Fortbildungen)
- Diakonweihe
- 14-monatiges Praktikum in einer Gemeinde, Einsatz als Diakon
- Pastoralkurse
- Gewisse Formalien für die Zulassung zur Weihe müssen erfüllt werden; es werden Dokumente verlangt (u.a. Schulzeugnisse, Diplomzeugnis Theologie, Gesundheitszeugnis, Taufschein, Stellungnahmen des Heimatpfarrers)
- Priesterweihe
- Einführung in den priesterlichen Dienst durch Tätigkeit als Kaplan sowie durch Teilnahme an Kurswochen und Arbeitsgemeinschaften
- Pfarramtsexamen nach etwa drei Dienstjahren
In der Regel erhält der Priester nach seinem Pfarrexamen eine weitere Anstellung als Kaplan in einer anderen Gemeinde. Erst danach wird den Priestern heutzutage die Gemeindeleitung als Pfarrer übertragen.
Wer hilft weiter?
Weitere Informationen erhalten Sie bei den Diözesanstellen "Berufe in der Kirche" sowie bei den Regenten des jeweiligen Priesterseminars.
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