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Die Entstehung der Welt

Ein Kinderbild mit Blumen, Gras und Bäumen
© katholisch.de
Da ließ Gott Blumen und Bäume aus der Erde wachsen.

Wir entdecken die Bibel: das Buch Genesis

Am Anfang war nichts - keine Sonne, kein Mond, keine Sterne, keine Meere und Berge, keine Pflanzen, Tiere und Menschen. Aber Gott war da. Und sein Wort. Davon erzählt das erste Buch der Bibel. Es ist das Buch Genesis, eines der fünf Bücher Mose. Darin steht geschrieben, wie Gott die Welt erschaffen hat. Mit dem Buch Genesis beginnt das Alte Testament. Im Alten Testament wird die Geschichte des Volkes Israels mit Gott erzählt. Es ist das gemeinsame Buch der Christen und Juden.

Wie alles begann

Vor unendlich langer Zeit war alles wüst und leer. Überall Finsternis und wild tosendes Wasser. Es gab nichts in dieser Dunkelheit. Doch einer war schon immer da: Gott. Er hatte einen Plan. Alles sollte schön werden. Und er rief: „Es werde Licht!“ So geschah es. Das Licht strahlte hell in der Finsternis. Gott nannte das Licht Tag und die Dunkelheit Nacht. Es wurde Abend und wieder Morgen: der erste Tag.

Der erste Tag

Noch immer toste die Urflut. Gott trennte das Wasser und formte zwischen den Wassermassen ein riesiges Gewölbe. Er nannte es Himmel. Wieder wurde es Abend und Morgen: der zweite Tag.

Der zweite Tag

Und Gott befahl dem Wasser, sich an einer Stelle zu sammeln. Dort, wo es sich zurückzog, wurde Land sichtbar. Gott nannte das Land Erde und das Wasser Meer. Doch das Land war öd und leer. Da ließ Gott Blumen und Bäume aus der Erde wachsen. Alles war grün, und die Bäume trugen Früchte. Es wurde Abend und wieder morgen: der dritte Tag.

Der dritte Tag

Gott erschuf zwei Lichter: das größere für den Tag, das kleinere für die Nacht. Das große Licht nannte er Sonne. Dem kleineren Licht gab er den Namen Mond. Er stellte noch weitere kleine Lichter an den Nachthimmel und nannte sie Sterne. Die Sonne machte den Tag hell und wärmte die Erde mit ihren Strahlen. Der Mond und die Sterne erleuchteten nachts mit ihrem Glanz die Erde. So wurde es nie mehr ganz finster. Wieder wurde es Abend und Morgen: der vierte Tag.

Der vierte Tag

Im Wasser wimmelte es nun von unzähligen Fischen und anderen Meerestieren. Und über der Erde flogen viele Arten von Vögeln umher und zwitscherten ihre Lieder. Gott freute sich über die schönen Lebewesen, die er geschaffen hatte: den Wal, der das Meer durchschwamm, das Seepferdchen, das so niedlich aussah, die vielen Fische, deren Schuppen in den schönsten Farben schillerten. Gott erfreute sich auch an den Vögeln, die munter von Baum zu Baum flogen und so wunderschön sangen. Es wurde Abend und wieder Morgen: der fünfte Tag.

Der fünfte Tag

Gott schuf noch mehr Lebewesen: Käfer und Spinnen, Bienen und Hummeln, Mäuse und Eichhörnchen, Schafe, Affen, Löwen und noch viele mehr. Überall in den Wäldern und auf den Wiesen wimmelte es von kleinen und großen, schnellen und langsamen, zarten und kräftigen Tieren. Gott war zufrieden mit seinen Geschöpfen. Wieder wurde es Abend und Morgen: der sechste Tag.

Der sechste Tag

Am sechsten Tag erschuf Gott den Menschen nach seinem Bild. Er schuf sie als Mann und Frau und segnete sie. Dann sagte er zu ihnen: Seid fruchtbar, vermehrt euch und bevölkert die Erde. Sie ist nun euer Zuhause. Herrscht über die Fische des Meeres, die Vögel des Himmels und die Tiere auf dem Land. Ich gebe euch alle Pflanzen mit Samen und alle Bäume, die Früchte tragen. Sie sollen eure Nahrung sein. Auch den Tieren habe ich Gräser, Kräuter, Blätter und Früchte zur Nahrung gegeben. Gott sah, dass alles gut war. Es wurde Abend und wieder Morgen: der siebte Tag.

Der siebte Tag

Nun hatte Gott seine Schöpfung vollendet. Er ruhte von der Arbeit aus. Den siebten Tag segnete er und nannte ihn heilig.

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