"Kommt Jesus wieder?"

An Pfingsten und Christi Himmelfahrt spüren wir die Kraft des Heiligen Geistes
"Bald ist Christi Himmelfahrt!", erzählt Laura ihrem Freund Lukas. "Ja, da ist Jesus zum Himmel aufgestiegen", antwortet Lukas. "Bestimmt auf einer unsichtbaren Leiter oder mit einem Raumschiff", meint Laura. "Quatsch! Damals gab es doch noch gar keine Raumschiffe!", lacht Lukas. Lauras Mama hat das Gespräch der beiden mitbekommen und sagt: "Jesus ist nicht auf einer Leiter in den Himmel geklettert und auch nicht mit einem Raumschiff davon geschwebt.""Ist er denn am Ende gar nicht im Himmel?", möchte Laura wissen. "Doch, er ist im Himmel bei seinem Vater", sagt die Mutter. "Die Jünger waren doch so froh, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Bestimmt mussten sie weinen, als er dann plötzlich wieder weg war", meint Lukas. "Ja, traurig waren sie vielleicht. Aber sie wussten ganz genau, dass sie Jesus wieder sehen würden. Das hatte er ihnen fest versprochen", sagt Lauras Mutter. "Als Marie aus dem Nachbarhaus mit ihren Eltern nach München umgezogen ist, haben Lukas und ich auch geweint. Denn sie war unsere Freundin. Aber sie kommt in den Sommerferien zu ihrer Oma. Und die wohnt in unserer Straße. Da können wir wieder zusammen spielen", sagt Laura.
Jesus verabschiedet sich
"Kommt Jesus auch wieder?", fragt Lukas. Lauras Mama erzählt: "Als Jesus seinen Jüngern gesagt hatte, dass er zu seinem Vater zurückgeht, segnete er sie ein letztes Mal. In diesem Augenblick wurde er emporgehoben. Doch die Jünger erkannten Jesus nicht mehr. Denn eine dicke Wolke hatte sich vor ihn geschoben. Sie schauten noch eine ganze Weile zum Himmel hinauf. Plötzlich sahen sie zwei Männer in weißen Gewändern neben sich stehen. Die Männer sagten: 'Seid nicht traurig. Eines Tages wird Jesus zu euch zurückkehren und so wiederkommen, wie er gerade von euch gegangen ist.' Bevor Jesus gegangen ist, hatte er seinen Jüngern noch den Heiligen Geist angekündigt. Einer der Jünger erinnerte die anderen daran und sagte: 'Wir müssen nicht traurig sein. Wenn sein Heiliger Geist kommt, wird Jesus wieder bei uns sein, aber diesmal ganz anders.' Zehn Tage später, am Pfingstfest, kam der Heilige Geist tatsächlich auf die Jünger und auf alle anderen Menschen herab."
Wer ist der Heilige Geist?
Die Mutter unterbricht. Sie sieht Laura und Lukas an, dass sie etwas nicht verstanden haben. "Bestimmt wollt ihr wissen, wer der Heilige Geist ist?", fragt sie. Laura und Lukas nicken. Die Mutter erklärt: "Jesus hat seine Jünger immer beschützt und getröstet und ihnen Mut gemacht. Nach seiner Himmelfahrt war er nicht mehr bei ihnen. Deshalb sollten die Jünger durch den Heiligen Geist Gottes Kraft spüren und sich sicher fühlen. Gott hat drei Gestalten: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Heilige Geist, also die Kraft Gottes, ist ein Geschenk Gottes an uns. Er verbindet uns mit Jesus und mit seinem Vater. Und er hilft uns, auf Gottes Wort zu hören und gut zu anderen zu sein." Da fragt Lukas: "Aber die Jünger haben damals den Geist gesehen. In meiner Kinderbibel ist ein Bild. Da kommen lauter Zungen aus Feuer auf die Jünger herab."
Die Menschen waren begeistert
Lauras Mama erklärt: "Der Heilige Geist wird in der Bibel in verschiedenen Bildern dargestellt, zum Beispiel als Feuer, Wasser, Wind oder als eine Taube." Da fragt Laura: "Was haben die Jünger denn gemacht, als der Heilige Geist zu ihnen kam?" "Sie gingen hinaus und predigten über Jesus", antwortet ihre Mama. "In Jerusalem waren damals viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern. Und es war wie ein Wunder: Sie verstanden alles, was die Jünger ihnen sagten. Und weil die Jünger vom Heiligen Geist, also von der Kraft Gottes, erfüllt waren, erreichten sie die Herzen der Menschen. Sie waren von dem, was die Jünger sagten, begeistert. Viele spürten: 'Wie bisher können wir nicht mehr weiterleben. Wir wollen unser Leben ändern.' Und sie ließen sich taufen."
