logo


E-Mail-Adresse *

Anrede 

Vorname

Nachname

Aktion wählen:
 Anmelden
 Abmelden

Angaben mit * sind Pflichtangaben.


Erzähl mir was  Seite drucken

Wie die Pfingstrose entstand

Oma erzählt wie die Pfingstrose entstand
© Susanne Mix

Geschichten und Legenden

An Pfingsten blühen viele bunte Blumen – auch im Garten von Lauras Oma. Laura und Lukas besuchen sie heute. "Die Rosensträucher in deinem Garten sind aber schön!", ruft Laura. "Es sind Pfingstrosen", erklärt Oma. "Über diese Blume gibt es eine alte Legende." "Bitte erzähl sie uns!“, bettelt Laura. Ihre Oma lässt sich nicht lange bitten und beginnt zu erzählen:

Vor langer Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern durch Galiläa zog, wohnte in einer Stadt eine Frau. Sie hieß Rut und hatte schon viel von Jesus gehört. Ihr größter Wunsch war, ihn einmal kennen zu lernen. Überall fragte sie nach Jesus und seinen Jüngern: Ob sie jemand gesehen hätte oder ob jemand wüsste, wo sie sich gerade aufhielten.

Es dauerte nicht lange, da sprach es sich herum wie ein Lauffeuer: "Jesus kommt in unsere Stadt!" Rut war überglücklich. Sie ging vor die Tore der Stadt, um dort auf Jesus zu warten. Nach einiger Zeit sah sie am Horizont eine Gruppe Männer. Rut lief ihnen entgegen und fragte: "Ist Jesus bei euch?" Da trat ein Mann aus der Gruppe heraus und sagte: "Ich bin Jesus." Rut fiel vor ihm nieder. Doch Jesus reichte ihr die Hand und half ihr aufzustehen.

Gemeinsam wanderten sie zur Stadt. Als Jesus und seine Jünger sich dem Tempel näherten, waren dort schon viele Menschen versammelt. Sie freuten sich wie Rut, Jesus endlich zu sehen. Denn sie hatten gehört, dass er schon in vielen Städten und Dörfern war und wunderbare Geschichten von Gott erzählt hatte. Jesus lehrte drei Tage lang im Tempel. Rut wich die ganze Zeit nicht von seiner Seite. Am liebsten wäre sie mit ihm weiter gezogen. Doch sie konnte ihre Familie nicht im Stich lassen.

Nach einiger Zeit kam einer der Jünger wieder in die Stadt. Rut erkannte ihn sofort. Der Jünger weinte, als Rut ihn nach Jesus fragte, und antwortete: "Jesus wurde verurteilt und am Kreuz hingerichtet. Nun haben wir unsere Hoffnung verloren." Voller Trauer lief Rut in ihren Rosengarten und weinte. Da erklang plötzlich wunderschöne leise Musik. Rut war wie verzaubert und plötzlich nicht mehr so traurig wie vorher.

Einige Wochen später kam der Jünger wieder in die Stadt. Freude strahlend erzählte er Rut von Jesu Auferstehung und Himmelfahrt und vom ersten Pfingstfest. "Stell dir vor: 3.000 Menschen haben sich taufen lassen. Wir alle wissen nun, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Und wir glauben, dass wir nach unserem Tod das ewige Leben bei Gott haben werden."

Als der Jünger gegangen war, lief Rut voller Freude in ihren Rosengarten. Es war wie ein Wunder. Ihre Sträucher waren über und über mit Rosen bedeckt. Doch sie hatten keine Dornen. Rut dachte: "Gott hat das Leid in Freude verwandelt. Deshalb tragen diese Rosen keine Dornen mehr." Sie pflückte eine Rose ab, lief damit zu ihren Nachbarn und rief: "Schaut dieses Wunder an! Nur Gott kann die Dornen von den Rosensträuchern fortnehmen. Und es ist Gott, der seinen Sohn von den Toten auferweckt hat und der uns nach unserem Tod das ewige Leben schenken wird!"

Illustration: Susanne Mix

zum Anfang zum Anfang
Das Internetportal der Katholischen Kirche in Deutschland
© Katholisch.de
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Katholisch.de-Redaktion