Vielfalt
Bild: © KNA
Konfessionelle Presse
Charakteristisch für die konfessionelle Presse ist ihre Vielfalt
Brutales, Banales, Bizarres – Trash setzt sich mehr und mehr durch. Auf der Jagd nach Quote und Auflage verkommen oftmals Programm (Fernsehen) und Inhalte (Zeitungen/Zeitschriften). Im Wettbewerb der Aufmerksamkeit ist es heute schwierig, eine Botschaft zu platzieren. Oftmals entscheidet nicht die Bedeutung eines Themas, ob es auf die Agenda der öffentlichen Diskussion gesetzt wird. Ausschlaggebend ist vielmehr, ob es in den Rhythmus der medialen Inszenierungsmachinerie passt.
Eine Folge ist die vielfach zu beobachtende Verflachung und Oberflächlichkeit in den Medienofferten. Qualitätsmedien, so unterschiedlich sie auch sind, steuern diesem Trend entgegen. Zu ihnen gehören die konfessionellen Titel, die nur zu oft als Sprachrohr der Kirche missverstanden werden. Charakteristisch für die konfessionelle Presse ist ihre Vielfalt. Zahlreiche Gattungen gehören zu den konfessionellen Printmedien (vgl. ausführliche Übersicht):
• Bistumszeitungen
• Missionsfachzeitschriften
• Missions- und Fachzeitschriften
• Wochenzeitschriften & Magazine
• Verbandszeitschriften
• Frauenzeitschriften
• Kinder- und Jugendzeitschriften
• Tageszeitungen
• Wochenzeitungen
• Informations- und Pressedienst
Themenauswahl, Sprache, Layout sind auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten. Bei aller Unterschiedlichkeit verstehen sich die konfessionellen Printmedien als konstruktive kritische Begleiter der Kirche. Ihr Ziel ist es, als Multiplikator auf dem publizistischen Markt zu wirken.
Zeitungen und Zeitschriften konfessioneller Prägung setzen kirchenpolitische Themen auf die öffentliche Agenda. Zugleich hinterfragen, kommentieren und erklären sie relevante gesellschaftliche Themen. Die konfessionelle Presse positioniert sich vor allem zu Fragen von Werten, Religiösität, Sinnsuche und Spiritualität. Ein spezifisches Merkmal kennzeichnet die konfessionellen Printmedien: Sie geben Orientierungen zu den Trends und Entwicklungen der modernen Gesellschaft aus einem christlichen Selbstverständnis. Sie stehen daher auch für die Bereiche Servicefunktion, Lebenshilfe, Ratgeberthemen.
Dr. Ute Stenert, Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bereich Kirche und Gesellschaft, Referat Presse- und Verlagswesen
Das Internetportal der Katholischen Kirche in Deutschland
© Katholisch.de 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Katholisch.de-Redaktion