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90 Mio. Menschen pro Jahr besuchen denkmalgeschützte katholische Kirchen

Kirchenbau
© Waltraud Paetzold

Circa 90 Mio. Menschen pro Jahr besuchen in Deutschland kirchliche denkmalgeschützte Gebäude. Die in fast allen bedeutenderen Sakralbauten angebotenen Kirchenführungen – in Deutschland gibt es ca. 23.000 denkmalgeschützte katholische Gotteshäuser – erfreuen sich bei Kunstfreunden, Bildungsreisenden und Touristen großer Beliebtheit.

Zwischen 1996 und 2000 hat die katholische Kirche in Deutschland über zwei Milliarden Euro in den Denkmalschutz investiert. Damit ist sie nächst dem Staat die Institution mit dem größten denkmalpflegerischen Engagement. In diesem gewaltigen Finanzaufkommen machen staatliche Zuschüsse nur einen kleinen Bruchteil aus, der in den meisten Bundesländern weniger als 10 % des Gesamtvolumens beträgt. Nicht nur die zwanzig deutschen katholischen Kirchengebäude im Rang des UNESCO-Weltkulturerbes (inkl. Kirchengebäuden in Städteensembles, die als Ganzes zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden) gelten weltweit als modellhafte Objekte für vorbildliche Denkmalpflege auf technisch modernstem Stand. Etliche international etablierte Innovationen auf diesem Gebiet verdanken sich der kirchlichen Denkmalpflege Deutschlands.

Die katholische Kirche beteiligt sich seit zehn Jahren an dem populären, von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz jährlich organisierten „Tag des offenen Denkmals“. Mit ca. 600 geöffneten Denkmalobjekten weist die katholische Kirche derzeit die höchste Beteiligung neben dem Staat und den Kommunen auf.
Neben der Pflege des Altbestandes tut die katholische Kirche Deutschlands freilich nach wie vor Bedeutendes, für die organische Weiterentwicklung moderner Sakralarchitektur: Viele moderne katholische Kirchenbauten werden mit internationalen Architektur-Preisen ausgezeichnet.
Auch bei der Pflege des beweglichen kirchlichen Kulturgutes (z.B. Liturgisches Gerät und Paramente) darf Deutschland international eine Spitzenposition behaupten. In den meisten Bistü-mern gibt es eigene Inventarisatoren und Konservatoren, die mit modernster Technik arbeiten und auch mit wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen kooperieren.

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