Die katholische Filmarbeit unterstützt künstlerisch anspruchsvolle Filme

Das Anliegen der katholischen Filmarbeit ist nicht die Zensur des schlechten Films
Angesichts der unverminderten Bedeutung des Kinos für die Bewusstseinsbildung insbesondere der jüngeren Generation und wegen der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Lang-, Kurzfilmen und sog. Kleinmedien in der Bildungsarbeit und im pastoralen Bereich nimmt die katholische Kirche aktiven Anteil am allgemeinen Filmgeschehen und organisiert die Nutzung von Film und audio-visuellen Gruppenmedien im eigenen Bereich. Daneben bildet die Medienpädagogik einen besonderen Schwerpunkt.Das Anliegen der katholischen Filmarbeit ist nicht die Zensur des schlechten Films, sondern die Unterstützung des künstlerisch und inhaltlich diskussionswerten oder gar herausragenden Films ist. In der Katholischen Filmkommission für Deutschland sind kirchliche Filmfachleute aus verschiedenen Bereichen (Publizistik, Bildungsarbeit, Forschung) versammelt, welche die Grundlagen der kirchlichen Filmbewertung und der praktischen Filmarbeit festlegen.
Die kritische Sichtung und Beurteilung des Filmangebots ist eine Hauptaufgabe der Katholischen Filmkommission. Die Stellungnahmen zu allen anlaufenden Spielfilmen - über 50.000 seit 1947 - werden im katholischen „film-dienst“ veröffentlicht, der 14täglich erscheint. Gesammelte Stellungnahmen finden sich im „Lexikon des Internationalen Films“ und in Handbüchern, darüber hinaus werden regelmäßig Sonderpublikationen zu speziellen Themen kirchlicher Filmarbeit veröffentlicht.
Die Unterstützung des künstlerisch und inhaltlich herausragenden und für ein breites Publikum zugänglichen Films findet ihren Niederschlag in der Veröffentlichung der „Kinotipps der Katholischen Filmkritik“ im „film-dienst“. Auf wichtigen Filmfestivals (u.a. Berlin, Leipzig, Mannheim und Oberhausen) zeichnen katholische Jurys die aus christlicher Sicht besten Produktionen aus.
Neben die Förderung herausragender Filme tritt die Förderung der Abspielstätte Kino. Die Aktion „Kirche und Kino“ unterstützt Kooperationen von kirchlichen Institutionen mit öffentlichen Kinos (Spielfilmreihen, Tage des besonderen Films, Kurzfilmtage usw.).
Seit 1953 besteht das Katholische Filmwerk als GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Seine Aufgaben sind der Verkauf von Kurz- und Langfilmen aller Genres für den kirchlichen und nichtkirchlichen Bereich sowie der Vertrieb von Arbeitshilfen. An lizenzeigenen Filmen stehen ca. 350 ständig aktualisierte Titel zur Verfügung, z.B. der „Dekalog“ von Krzysztof Kieslowski, der Oscarpreisträger im Bereich Trickfilm „Balance“ oder die Dokumentationsreihe „2000 Jahre Christentum“. Beim Lizenzerwerb wird das Katholische Filmwerk durch den Programmbeirat AV-Medien unterstützt, der den Markt beobachtet und die Produktionen hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten in der kirchlichen Medienarbeit prüft.
Neun katholische deutschen Bistümer tragen als Mehrheitsgesellschafter die TELLUX Beteiligungsgesellschaft mbH, die als Holding für mehrere audiovisuelle Produktionsgesellschaften fungiert. Deren Programme erstrecken sich vom Kinofilm bis zum TV-Mehrteiler, von der Serie bis zu Dokumentationen, von Kinderprogrammen bis hin zu Magazin-Zulieferungen. Daneben hält die TELLUX Beteiligungsgesellschaft Anteile bei Hörfunkveranstaltern. Jüngste Fernsehprojekte wie die TV-Serie „Deutsch Klasse“ oder der Spielfilm „In einem anderen Leben“ dokumentieren den kulturellen Anspruch der TELLUX-Produktionen.
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