Ein Weckruf, der die Welt verändert

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Weihnachtspredigt von Bischof Reinhard Marx
Trier – „Das Leben jedes Menschen ist kostbar, ja in gewissem Sinne heilig, denn Gott hat in Jesus Christus jeden Menschen angenommen, er ist ein Freund des Lebens." Das hat der Trierer Bischof Reinhard Marx am 1. Weihnachtstag im Trierer Dom betont. In seiner Predigt machte Bischof Marx deutlich, dass Weihnachten ein Fest des Lebens und ein Protest gegen alle Feinde des Lebens sei. „Deshalb werden Christen nie aufhören, für das Leben einzutreten, für das ungeborene wie das geborene, für das verwundete und das schwache Leben. Das ist keine sentimentale Gefühlsduselei; es ist vielmehr die vernünftige Grundlage einer wirklich menschlichen Zivilisation", sagte der Bischof.Er ging auch auf aktuelle Untersuchungen ein, nach denen sich 70 Prozent der Deutschen als religiös bezeichnen. Gleichzeitig, so sagte Bischof Marx, fänden aber auch leidenschaftliche Verteidiger des Atheismus großen Zuspruch. In dieser diffusen Situation von Glaube und Unglaube sei die Nacht von Bethlehem ein Weckruf, eine aufrüttelnde Botschaft, die die Welt seit 2000 Jahren verändere und herausfordere. Bischof Marx: „Weihnachten ist ein Weckruf zum Glauben an den Gott, der uns im Kind von Bethlehem seine Hände entgegenstreckt, uns anspricht und auf Antwort wartet. Wer antwortet, kann entdecken, dass sein Leben an Qualität, an Weite und Tiefe gewinnt. Dazu braucht es Mut, aber auch eine überzeugende und missionarische Kirche, die diesen göttlichen Weckruf von Weihnachten hörbar werden lässt."
An Weihnachten, so sagte Bischof Marx weiter, komme Gott zum Menschen, zeige sich als ein Freund und Liebhaber des Lebens. Gott habe ein Gesicht, das Gesicht eines Kindes, das die Menschen anlächle und ihre Nähe suche. Gott kommuniziere so auf eine menschliche Weise mit den Menschen, auf eine Art, die die Menschen verstehen und annehmen könnten. Bischof Marx: „Der Glaube ist dann nicht mehr nur ein religiöses Gefühl, eine subjektive Meinung, sondern Eintritt in eine menschlich nachvollziehbare Begegnung, es entsteht eine Beziehung, ein Gespräch." zum Anfang









