Weihnachten: „Ausblick in die Zukunft”

© Erzbistum München
Weihnachtspredigt von Kardinal Friedrich Wetter
München - Die christliche Weihnachtsbotschaft von der Menschwerdung Gottes gebe dem Leben des einzelnen wie auch der menschlichen Gemeinschaft Sinn und Ziel, sagte Kardinal Friedrich Wetter in seiner Weihnachtspredigt am ersten Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, im Münchner Liebfrauendom. Hinter der Sehnsucht und dem Hunger nach sozialem, technischem und wirtschaftlichem Fortschritt verberge sich eine große Sehnsucht nach Gott, der allein den Hunger der Herzen stillen könne.Die Menschen wollten mehr vom Leben. Das sei ihre Hoffnung. Doch alle irdische Hoffnung greife zu kurz. In seiner Menschwerdung habe Gott die Antwort gegeben. Der Kardinal sagte: „Er kam aus der grenzenlosen Ewigkeit, nahm unser begrenztes Menschsein an und hat uns Kunde gebracht, dass es eine Erfüllung unseres Sehnens und Hoffens gibt.“ Gott allein könne den Hunger des Herzens nach Leben und Glück stillen, indem er sich selbst mitteile und die Menschen in sein eigenes göttliches Leben hineinhole. In keiner anderen Religion finde sich ein solches Gottesbild, sagte Wetter.
Das Weihnachtsevangelium teile nicht nur einen Sachverhalt mit. Es greife in das Leben ein und verändere es mit seiner Botschaft, „denn der Sohn Gottes ist für uns Mensch geworden“. Weihnachten sei also ein Geschenk Gottes an die Menschheit. Das Fest sei nicht nur eine Rückschau auf ein Ereignis vor 2000 Jahren. Es sei „Ausblick in die Zukunft“ und schenke Hoffnung, „dass sich unsere Erlösung einmal vollenden wird in einem Finale ohne Ende“. Diese Zukunft habe den Namen Jesus Christus. Diese Zukunft sei keine billige Vertröstung. Sie mache die Gegenwart lebbar und gebe dem Leben ein Ziel. „Wir laufen nicht ins Leere“, sagte der Kardinal. zum Anfang









