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Bistum Passau 27.12.07 Seite drucken

Friede ist das zentrale Wort der weihnachtlichen Botschaft

Bischof Wilhelm Schraml, Bistum Passau
© Bistum Passau

Bischof Schraml: Beim Schutz des Lebens drohen Dämme zu brechen

Passau - Zum Fest der Geburt Christi feierten die Gläubigen im Passauer Dom in großer Zahl Eucharistie. Sie hörten die Botschaft von der Geburt des Sohnes Gottes und nahmen die Zusage weihnachtlichen Friedens mit nach Hause.

Eine außergewöhnlich politische Predigt hielt der Passauer Bischof bei der Christmette im Stephansdom. „Das zentrale Wort der weihnachtlichen Botschaft heißt: Friede“, betonte der Bischof. Dies trotz der „unversöhnlichen Härte“ und „hasserfüllten Erbitterung“, mit der in so vielen Ländern der Erde Krieg geführt werde, trotz all dem „unerbittlichen Leid, das den Menschen angetan wird“. Der Bischof sprach von „Schatten, die auf dieser Erde liegen und die immer länger zu werden scheinen“ und meinte damit auch das häufige Scheitern der Menschen in Ehen und Familien, zwischen Eltern und Kindern. Beim Blick in die politische Zukunft sprach der Passauer Oberhirte wörtlich von „Dunkelheit“. Angesichts der „Forschung an embryonalen Stammzellen“, so der Bischof, drohten beim „Schutz des Lebens“ die „Dämme zu zerbrechen“. Dies auch bei der Frage nach der „Stellung des Sonntags“. Die Zukunft im Zusammenleben der Völker, der Kirchen und Konfessionen sei damit gefährdet. Das sei „wahrhaft die Nacht, die uns heute umfängt, sodass sie auch die Helligkeit des Tages verschlingt“, sagte der Bischof.

Dennoch sei jede Nacht auch die Geburtsstunde eines neuen Tages, gerade die „Heilige Nacht, in der das göttliche Kind geboren wird, und die Nacht der Auferstehung, in der das neue Leben, das Christus uns schenkt, alles überstrahlt“. Wilhelm Schraml rief dazu auf, sich vom Kind in der Krippe und vom Licht der Weihnacht im Herzen berühren zu lassen. Weihnachten, so der Bischof, könne das Fest der Geschenke sein, weil Gott im Kind von Bethlehem dem Menschen ein „unbegreifliches großes Geschenk“ gemacht habe. Diese Botschaft müsse für die Welt neu entziffert werden.
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