Das Kind von Bethlehem verpflichtet zur Sorge um die Kinder

Weihnachtspredigt des Hamburger Erzbischofs Thissen
Hamburg - „Gottes Geschenk ist grenzenlos. Er schenkt sich selbst.“ In seiner Predigt in am Heiligabend in der Pfarrsaalkirche St. Marien in Hamburg hat Erzbischof Werner Thissen die Größe und den Auftrag der Geburt des Gottessohnes betont.„Gott kommt als Mensch. Aber sein Geschenk, er selbst, bleibt göttlich. Das heißt: Er passt nicht zu unseren Vorstellungen. Entweder ist er zu groß für uns. Oder er ist zu klein für uns. Er passt uns nicht. Sondern wir müssen uns ihm anpassen.“ Glaube, Vertrauen und Nächstenliebe müssten stärker sein als Zweifel, Misstrauen und Selbstliebe.
Erzbischof Thissen berührte in seiner Predigt auch die vielen Fällen von Gewalt gegen Kinder, die in den vergangenen Wochen Schlagzeilen gemacht haben: „Gott kommt als Kind. Weil er es uns leicht machen wollte.
Aber wir tun uns schwer mit Kindern. Das zeigt das zu Ende gehende Jahr: Kindesmissbrauch, Kindesmisshandlung, Kindestötungen sind erschreckend gängige Worte geworden. Und nicht nur Worte, dahinter stehen Taten. Das Kind von Bethlehem verpflichtet uns auch zur Sorge um die Kinder heute. Wer hinschaut auf das Kind in der Krippe, darf nicht wegschauen bei den Kindern in seiner Umgebung.“
Die Bischofsmesse an Heiligabend fand in diesem Jahr im Pfarrsaal der Domkirche St. Marien statt. Der Dom selbst wird zur Zeit umgebaut.
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