Wer den Menschen achtet, achtet Gott

Weihnachtspredigt von Bischof Konrad Zdarsa
Görlitz - Zum zweiten Mal innerhalb der letzten zehn Jahre hat die ARD die Feier der Christnacht aus der Kathedrale St. Jakobus, Görlitz, übertragen. In seiner Predigt betonte Bischof Konrad Zdarsa die Folgen der Geburt Jesu gerade auch für den Menschen von heute, denn es sei Aufgabe jedes einzelnen Christen: Von dem Zeugnis zu geben „was sie gehört und gesehen haben“, das heißt den Menschen ihrer Umgebung die Ereignisse von Bethlehem zu deuten und zu erschließen.Da das Wort Gottes ganz nahe in unserem Mund und Herzen ist, müssen wir auch danach handeln, so der Bischof wörtlich: „Wer fortan den Menschen verachtet, verachtet Gott. Wer den Leib des Menschen schändet, schändet Gott. Wer aber den Menschen achtet, achtet Gott. Wer sich für den Menschen einsetzt, setzt sich für Gott ein.“ Die Völkerverbindende Aufgabe des Bistums Görlitz wurde bei dieser Feier dadurch verdeutlicht, dass Domkapitular Prälat Jan Mycek, Pfarrer in Zgorzelec, dem polnischen Teil von Görlitz, als Konzelebrant mit am Altar stand.
In seinem Schlusswort forderte Bischof Konrad die Mitfeiernden des Gottesdienstes auf, das was ihnen in dieser Heiligen Nacht verkündet und geschenkt worden sei, was sie empfangen haben, auch an andere weiterzugeben und wünschte allen „von Herzen frohe und gesegnete Weihnacht“.
Festlich gestaltet wurde die Eucharistiefeier von Domchor und Orchester durch die Aufführung der „missa de nativitate domini nostri Jesu Christi“ Opus 92 (genannt Christkindelmesse) von Josef Gruber, unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Seyda, wobei der Gesang des „Transeamus“ von Josef Schnabel einen besonderen Höhepunkt bildete.
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