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"Augenblicke - Kurzfilme im Kino"

Kurzfilmtage 2006

Der Bananenkaktus

Lernen, nein zu sagen

Deutschland 2004, 10 Min.,
Farbe, Kurzspielfilm
Regie und Buch: Ralf Westhoff
Produktion: Ralf Westhoff
Kamera: Helmfried Kober
Schnitt: Tom Kohler
Musik: Michael Heilrath
DarstellerInnen: Matthias Bundschuh (Michael); Cornelia Köndgen (Yvonne) u.a.
Preise: FBW Prädikat: wertvoll

Michael, ein hilfsbereiter junger Mann, freut sich auf ein ruhiges Wochenende zu Hause. Doch da durchkreuzt die nette Nachbarin mit ihrem stacheligen Monster seine Pläne... Es wird klar: Michael muss lernen, Nein zu sagen!

Ralf Westhoff

geboren 1969 in München; Redakteur beim Rundfunk; gewann 1999 den Wettbewerb Euroscript Film Story Competition; Filme: „Sonntag im September“ (2000/01), „Der Plan des Herrn Thomaschek“ (2002)

Lucia

Traum und Wirklichkeit verwischen

Deutschland 2004, 9 Min.
Farbe, Animation
Regie, Buch, Animation: Felix Gönnert
Produktion: Konrad Wolf Potsdam-Babelsberg
Schnitt: Gregor Wille
Ton u. Musik: Max Knoth
Geräuschemacher: Günter Röhn
Mädchenstimme: Philine Wittur

Auszeichnungen (Auswahl): FBW Prädikat: besonders wertvoll, Kurzfilm des Monats Januar 2004 der FBW; Kinderfilmfest der Berlinale 2004: Spezialpreis des Deutschen Kinderhilfswerks für den besten Kurzfilm; "KROK" - International Animated Film Festival 2004, Moskau: Special Price for the creative search in the field of modern technologies, Personal Price for the best character

Lucia entdeckt auf ihrer nächtlichen Erkundung durch das Krankenhaus ein paar Röntgenbilder. Das Bild eines Kopfes regt ihre Phantasie an – Traum und Wirklichkeit verwischen. Ihre Krankheit führt sie zu einem Ort des Ursprungs. Nach der Rückkehr überwiegt die Hoffnung.

Felix Gönnert

geboren 14.5.1975 in Lüneburg; 1996 Beginn Studium der „Angewandten Medienwissenschaft" in Ilmenau, Thüringen; 2004 Abschluss Studium der Animation an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“, Potsdam-Babelsberg; seit 1990 verschiedene Kurzfilmprojekte; 1994 erste Charakteranimation im Computer; 1996 Ausstellungen und Illustrationen mit der Kreativagentur „Break Fast" in Buxtehude; Mehrere Animationen für TV-Werbespots.

WASP

Dem harten Alltag ein Stück Liebe abringen

Großbritannien 2003, 25 Min.
Farbe, Kurzspielfilm
Regie und Buch: Andrea Arnold
Produktion: Natasha Marsh
Kamera: Robbie Ryan
Schnitt: Nicholas Chaudeurge
Ton: Neil Herd
DarstellerInnen: Natalie Press (Zoë), Danny Dyer (Dave), Jodie Mitchell (Kelly), Mollie Griffiths (Sinead), Kaitlyn Raynor (Leanne), Danny Daley (Kai) u.a.
Auszeichnungen: über 30 internationale Preise, darunter der „Oscar“ 2005 als bester Realkurzfilm, Lobende Erwähnung der Ökumenischen Jury in Oberhausen 2004

In einer heruntergekommenen englischen Vorortsiedlung schlägt sich Zoë mit vier Kindern durch. Bis Dave wieder auftaucht...

Andrea Arnold inszeniert ultrarealistisch Zoës Sehnsucht, aber auch den dramatischen Konflikt, in dem sie versucht, dem harten Alltag ein Stück Liebe und privaten Glücks abzuringen.

Andrea Arnold

geboren 05.04.1961 in Dartford, Kent, England, UK; Filmstudium am AFI in Los Angeles, USA; Filme (Auswahl): „Milk“ (1998); „Dog“ (2001)

601-S

Die Aura des Unverwüstlichen

Ungarn 2001, 2 Min.
Kurzspielfilm
Regie: Márton Nyitrai
Buch: Márton Nyitrai, Gábor Marosi
Kamera: Gábor Marosi
Schnitt: Judit Czakó
Darsteller: Ádám Wallner, Krisztián Vörös

Ein Road Movie um die Aura des Unverwüstlichen.

Im Mittelpunkt: ein Trabant 601 S mit seinem unverwechselbaren Sound.

Nie solo sein

Ursache und Wirkung werden vertauscht

Deutschland 2004, 10 Min.
Farbe, Kurzspielfilm
Regie und Buch: Jan Schomburg
Produktion: Kunsthochschule für Medien (KHM) Köln
Kamera: Benedikt Ritter
Schnitt: Katharina Schmidt
Musik: Olaf Kasimir
DarstellerInnen: Jakob Hüfner, Sandra Borgmann

Was passiert, wenn sich Ursache und Wirkung vertauschen? Der Held des Films bekommt die Folgen als handfeste Probleme zu spüren. Spätestens seit "Memento" ist es erlaubt, Filme auch rückwärts laufen zu lassen.

Jan Schomburg

geboren 1976 in Aachen. 1996-2001 Studium "Visuelle Kommunikation" an der Kunsthochschule Kassel, Abschluss mit Auszeichnung. Seit 2001 Aufbaustudium "Film/Fernsehen" an der KHM Köln.Filme: „Godot“ (1996); „Lift“ (1996); „Stacja“ (1997); „Ein kleiner Film zum Thema Angst“ (1998); „Hotelzimmer 1942“ (1999); „Sonnenfinsternis“ (1999); „Aber heute geht doch gar kein Flieger“ (1999); „Kahle Räume“ (2000); „Entwurf zur Selbstkritik“ (2000); „Turnverein“ (2001)

Rain is falling

Eine einfache Geschichte von universeller Bedeutung

Deutschland 2004, 15 Min.
Farbe, Kurzspielfilm
Regie: Holger Ernst
Buch: Mahtab Ebrahimzadeh, Holger Ernst
Produktion: Nathalie Arnegger
Kamera: Stefan Grandinetti
Schnitt: Andi Preisner
Ton: Immo Trumpelmann
Musik: Tonburo, Moritz Denis, Eike Hosenfeld
DarstellerInnen: Fadma Ettagoum (Mädchen); Zehra Ettagoum (Mutter); Abdellah Ettagoum (Arzt)
Auszeichnungen: Diverse Preise, u. a. Max-Ophüls-Kurzfilmpreis 2005, FBW Prädikat: besonders wertvoll

In einer fremden Welt versucht ein kleines Mädchen, seine kranke Mutter zu retten. "Rain is falling" entwickelt eine einfache Geschichte von universeller Bedeutung.

Holger Ernst

geboren 27.02.1972; 1992-94 Praktika – versch. Independent Filmproduktionen in New York; 1994-2001 Studium an der Kunsthochschule Kassel, Schwerpunkt Regie u. Drehbuch; 1998 Talentförderung Kuratorium junger deutscher Film; Gewinn mehrerer Filmpreise, u.a.: Hessischer Drehbuchpreis 2000 ("Das Leben geht weiter"); Hessischer Filmpreis – Hochschule 2001 ("Kleine Fische"); Best Short Film Award WFF Montreal 2001 ("Kleine Fische"); vorgeschlagen f. d. Deutschen Filmpreis 2003 und 2004 (jeweils für ein unverfilmtes Drehbuch);
Filme (Auswahl): „Argus“ (1997); „Der blaue Engel oder das Leben der Martha S.“ (1997/98); „Kleistronik“ (1999); „Kleine Fische - Little fish“ (2001); „Liebst du mich? - Do you love me?“ (2002); „Natur pur“ (2003)

Two cars, one night

Liebe lauert auch an ungewöhnlichen Orten

Neuseeland 2003, 11 Min.
schwarzweiß, Kurzspielfilm
Regie: Taika Waititi
Buch: Taika Cohen
Produktion: Ainsley Gardiner, Catherine Fitzgerald
Kamera: Charles Edwards
DarstellerInnen: Tangi Ngamoki, Hutini Waikato, Te Ahiwaro Ngamoki-Richards
Auszeichnungen (Auswahl): New Zealand Film Awards 2003: bester Darsteller / bester technischer Beitrag / bestes Drehbuch; Berlinale 2004: bester Kurzfilm – Sektion Panorama; Drifting Clouds Film Festival 2004: beste Bearbeitung; nominiert für den „Oscar“ 2005

Auf dem Parkplatz einer Dorfkneipe: Während sie auf ihre Eltern warten, begegnen sich zwei Jungen und ein Mädchen. Aus anfänglicher Rivalität wird langsam Freundschaft. Die Liebe lauert auch an ungewöhnlichen Orten.

Taika Waititi

Zunächst als Theaterschauspieler in Auckland, Neuseeland, seit den 1990er Jahren auch als Schauspieler beim Film tätig; mit Drehbuchautorin Ainsley Gardiner Gründung der gemeinsamen Produktionsfirma Defender Films; Taika Waititi ist in Neuseeland auch als Maler und Fotograf bekannt; „Two cars, one night“ ist seine zweite Regiearbeit, nach dem Kurzfilm „John and Pogo“ (2002)

Hauptsache Lehmann

Ausschnitt aus dem Film Hauptsache Lehmann
© Birgit Lehmann Film


Lehmänner meistern ihr Namensschicksal

Deutschland 2004, 12 Min.
Farbe, Dokumentarfilm
Regie und Produktion: Birgit Lehmann
Kamera: Vita Spieß
Schnitt: Katrin Suhren
Ton: Katrin Feller, Sonja Umstätter
Musik: Hugo Egon Balder
Animation: Fay Grambart
Auszeichnungen: Hessischer Filmpreis 2005: bester Kurzfilm

Das erste, was du im Leben verpasst bekommst, ist dein Name. Dazu brauchst du noch nicht einmal geboren zu sein, ja noch nicht einmal gezeugt. Bums und du heißt Lehmann, ohne dass du Einspruch einlegen kannst. Und dann musst du dich auch noch mit einem Allerweltsnamen abfinden! Der 12-minütige Dokumentarfilm zeigt humorvoll, wie Lehmänner ihr Namensschicksal meistern.

Birgit Lehmann

geboren 1957 in Rüsselsheim; Filme (Auswahl): „Zimmer 313“ (1995); „Als Hitchcock in Auerstedt auf Eiermanns Else traf“ (1998/99); „Erfolg“ (1999); „Alles für den Hund“ (2001)

The tourist

Die tragische Geschichte eines Pauschaltouristen

Deutschland 2004, 7 Min.
Farbe, Kurzspielfilm
Regie und Buch: Lancelot von Naso
Produktion: Florian Deyle, Martin Richter, Hendrik Feil
Kamera: Ralf Leistl Schnitt: Patricia Mestanza-Niemi
Ton u. Kamera-Assistenz: Nikolaus Summerer
Musik: Oliver Thiede
Darsteller: Jürgen Tonkel (Tourist), Joel Mooto (kleiner Junge), Lancelot von Naso, Nikolaus Summerer (Rucksacktouristen) u.a.
Auszeichnungen (Auswahl): FBW Prädikat: besonders wertvoll, Kurzfilm des Monats Dezember 2004 der FBW

Zwei Reisenden eröffnet sich die tragische Geschichte eines Pauschaltouristen, der sich benahm wie der Elefant im Porzellanladen.

Lancelot von Naso

geboren 1976 in Heidelberg; 1996 Studium der Politischen Wissenschaften, Romanistik (Französisch) und Jura in Heidelberg; 1996-99 verschiedene Praktika und Jobs beim Film (u.a. Locationmanager für Anatomie in Heidelberg, Arbeit als Cutter für Realfilm); Seit 1999 Student der Spielfilmabteilung der Hochschule für Fernsehen und Film in München; Seit 2001 Lehrtätigkeit im Medienforum Heidelberg, an der Hochschule für Mediadesign München und der HMD Berlin im Bereich Schnitt und Regie; 2003 Masterclass Werbung an der HFF München; Filme (Auswahl): „Fenstersturz“ (2000); „Der letzte Schnitt“ (2002); „Die Überraschung“ (2003/04)

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