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„Augenblicke - Kurzfilme im Kino"

Kurzfilmtage 2007

La Vie, la Mort et le Foot

Wird im Himmel Fußball gespielt?

Belgien/Frankreich 2000, 6 Min., Farbe, Kurzspielfilm
Regie: Sam Gabarski
Buch: Sam Garbarski, Philippe Blasband
Produktion: Entre Chien et Loup (Diane Elbaum)
Kamera: Gérard Stérin Schnitt: Marc Léonard
Ton: Philippe Vandendriesche
Darsteller: Claude Mercutio, Henri-Edouard Osinski

Zwei Rabbis sehen ein Fußballspiel im Fernsehen – daraufhin treibt sie die Frage um, ob es auch nach dem Tod, oben im Himmel, Fußball gibt. Eine Antwort ist natürlich schwer zu geben …

Sam Gabarski
Geb. 1948 in Krailing bei München. Mit 22 Jahren Umzug nach Belgien. Gründung einer Werbeagentur und Regie bei ca. 50 Werbefilmen. Seit 1997 drehte er mehrere Kurzfilme, 2003 mit „Der Tango der Rashevskis“ schließlich seinen ersten langen Spielfilm. Filme: „Der Tango der Rashevskis“ (2003); „Fröhliche Weihnachten, Rachid“ (2000); „La Dinde“ (1999)

Mort à L`Écran

Todesstrafe als Fernsehshow

Frankreich 2005, 14 Min., Farbe, Kurzspielfilm
Regie, Buch: Alexis Ferrebeuf
Produktion: Jonathan Ferrebeuf Winbros
Kamera: Gérard Simon
Schnitt: Samuel Danesi
DarstellerInnen: Lambert Wilson (Daniel Brullmann), MC Solaar (Jonathan Baral), Manuel Bonnet (Le prête), Georges Staquet (L’entraineur), Sabine Bail (Paula), Alain Flick (L’ami de Paula)
Auszeichnungen (Auswahl): Nominierung beim Montreal World Film Festival 2005: nominiert für den 1. Preis (Kurzfilm)

So ganz unrealistisch ist das nicht: ein zum Tode Verurteilter wird zum Objekt einer Fernsehshow. Über sein Schicksal entscheiden die Zuschauer, nachdem Verteidiger und Ankläger ihre Plädoyers gehalten haben. Wenn es die Mehrheit so will, wird der Angeklagte vor laufenden Kameras hingerichtet. Der Film treibt die Blüten des Reality-TV auf die Spitze.

Alexis Ferrebeuf
Geb. 28.07.1981. Studium an der New York Film Academy . Juni 2004 Gründung der Produktionsfirma Winbros – zusammen mit seinem Bruder Jonathan Ferrebeuf Filme: „Alter Ego“ (in Vorbereitung), „The State“ (2003)

Chinese take away

Wenn man jemandem das Leben rettet

Deutschland 2005, 12 Min., Farbe, Kurzspielfilm
Regie: Felix Binder
Buch: Vivien Hoppe
Kamera: Lilli Thalgott
Schnitt: Sven Müller
Musik: Christoph M. Kaiser, Julian Maas
DarstellerInnen: Marleen Lohse, Nick Dong Sik, Tao Li Ma, Victoria Trautmannsdorff
Auszeichnungen (Auswahl): Internationales Film Festival Emden-Aurich-Norderney 2006: Ostfriesischer Kurzfilmpreis (Hauptpreis)

Anna will sich nur schnell was beim Chinesen um die Ecke holen. Doch dann rettet sie Ming, dem Koch des Take-Away, das Leben und hat ihn fortan als dankbaren Diener an ihrer Seite. Ming liest ihr wirklich jeden Wunsch von den Augen ab – außer dem einen: endlich damit aufzuhören, ihr zu dienen.

Felix Binder
Geb. 1977 in Tübingen. 1998-2003 Studium der Audiovisuellen Medien in Stuttgart. 2000-01 freiberufliche Tätigkeit in New York, München und Hamburg. 2003-04 Tätigkeit als Cutter und Techniker beim SWR-Fernsehen, Stuttgart. Seit 2004 Filmstudium an der Hamburg Media School. Filme (Auswahl): „Der Feigling“ (2005); „Waidmannsheil“ (2003); „Tiefausläufer“ (2002); „Das Spiel für einen Spieler“ (2001)

KomA

AmoK – KomA: der Film zeigt den Amoklauf eines 13jährigen Jungen in Umkehrung der zeitlichen Abfolge.

Deutschland 2005, 11 Min., Farbe, Kurzspielfilm
Regie: Johannes F. Sievert
Buch, Prod.: Andreas Gäßler, Johannes F. Sievert
Kamera: Robert Patzelt
Schnitt: Patricia Testor
Ton: Hunor Shauschitz
Musik: Holger Busse
DarstellerInnen: Nils Dommning (Henry), Gina Louisa Naumann (Henrys Schwester), Sabine Vitua (Henrys Mutter) u.a.
Auszeichnungen (Auswahl): FBW Prädikat: wertvoll; Nominierung Deutscher Kamerapreis (nominiert für: bester Schnitt)

Im Zentrum von KomA steht die Gewalt. Rau, körperlich, erschreckend, chaotisch, verstörend und sinnlos bricht sie über die Menschen herein und zerstört ihr Leben – physisch und/oder psychisch. KomA zeigt Gewalt als etwas Un-heimliches, im freudschen Sinn: sie ist uns vertraut und fremd zugleich und eine unserer am häufigsten verleugneten Verhaltensweisen.

Johannes F. Sievert
Geb. 1968 in Bielefeld, 1992-2000 Studium der Film- und Fernsehwissenschaft, Theater-, Politikwissenschaft in Bochum, Bielefeld, Köln und Berlin. 2000-2002 Mitarbeit an verschiedenen TV- und Kinoproduktionen. 2002-05 Regieausbildung an der Internationalen Filmschule Köln. Filme (Auswahl): „Warum tanzt ihr nicht?“ (Kurzfilm 2006 – in Vorbereitung); „Grundrauschen“ (Spot gegen Lärmbelästigung, 2004); „Singing in the blood“ (Kurzfilm, 2003); „monolog“ (Spot gegen Gewalt, 2003); „Nocturne“ (Kurzfilm, 2000)

Delivery

Die Welt in einer Box

Deutschland 2005, 9 Min., Farbe, Animationsfilm
Regie, Buch, Animation: Till Nowak
Ton: Holger Jung, Nils Keber, Tilo Busch, Till Nowak
Musik: Andreas und Matthias Hornschuh Auszeichnungen (Auswahl): AFI Fest Los Angeles 2005: Großer Preis der Jury und Publikumspreis; Friedrich-Wilhelm-Murnau-Preis 2006; Annecy 2006: bester Erstlingsfilm u.v.m.

Ein alter Mann, der einsam in einer von Industrie verwüsteten Welt lebt, erhält ein geheimnisvolles Paket, das ihm die Möglichkeit gibt, seine Umwelt zu verändern. Eine surreale Geschichte mit durchaus politischer Stoßrichtung.

Till Nowak
Geb. 1980 in Bonn; 2000 Gründung der Medienagentur „frameboX“ in Mainz; 2000-2005 Studium Mediendesign in Mainz Filme (Auswahl): „Mr. Cool Ice - Ein Porträt“ (2005); „Telesync“ (2003)

Faadumo

Rückblicke einer Wandlung

Deutschland 2004, 10 Min., Farbe, Dokumentarfilm
Regie, Buch, Schnitt: Yvonne Rüchel-Aebersold
Kamera: Josef Mayerhofer
Ton: Stefan Ludwig
Darstellerin: Faduma Korn
Auszeichnungen (Auswahl): 3. Preis beim Kurzfilm-Wettbewerb des Bistums Trier zum Katholikentag 2006

Faduma Korn wächst als Nomadin in Somalia auf, wo sie mit acht Jahren Opfer der rituellen Genitalbeschneidung wird. Sie verdrängt das Trauma, erklärt sich die Gewalt durch Tradition. Erst als sie eine erwachsenen Frau ist und schon viele Jahre in ihrer neuen Heimat Deutschland lebt, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt.

Yvonne Rüchel-Aebersold
Geb. 1976 in München. Ausbildung zur Fotografin, Studium der Sozialen Arbeit, danach freie Mitarbeit in verschiedenen Produktionsfirmen. Seit 2003 Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, Abteilung Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik.

Musca

Kammerspiel mit Stubenfliege

Deutschland 2005, 8 Min., Farbe, Kurzspielfilm
Regie, Buch, Produktion, Animation: Ariane Mayer
Kamera: Tim Ottenstein
Schnitt: Dan Olteanu
Ton: Michael Schlappa
Musik: 6 Deutig
Darsteller: Nikolaus Starkmeth
Auszeichnungen (Auswahl): FBW Prädikat: besonders wertvoll; 20. Europäisches Filmfestival Alpinale (Vorarlberg/Österreich): Goldenes Einhorn (bester Hochschulfilm); Camerimage (Lodz/Polen): bronzene Kaulquappe (der Hochschulfilme)

Ein Mönch schreibt in seiner Zelle an einem gregorianischen Choral. Eine Fliege allerdings stört die Ruhe empfindlich. Wie reagiert er auf den Einbruch des ‚Animalischen’ in seinen sauber abgesteckten – abendländischen – Gedankengarten?

Blindschatten

Hände auf Tuchfühlung

Deutschland 2005, 5 Min., Farbe, Kurzspielfilm
Regie: Gerald Grote, Claus Oppermann
Idee, Produktion: Gerald Grote
Kamera, Schnitt: Claus Oppermann
Musik: Christopher Evans Ironside
Gesang: Beate Kynast
DarstellerInnen: Tina Slabon (Sie), Stefan Späti (Er)
Vertrieb: medienzentrale@erzbistum-bamberg.de

Hände auf Tuchfühlung - sie erfassen die Situation, den Stoff, das Umfeld - sie ertasten Arme und Beine. Ein Mann und eine Frau berühren sich. Ihre Hände flüstern, ein behaglicher Dialog mit Händen und Füßen entsteht. Die Hände schmeicheln, säuseln. Finger gestehen leise die Zuneigung. Man versteht und begreift.

Gerald Grote
Diplom Grafik-Designer. Beiträge für Rundfunk und das Satiremagazin „Pardon“. 1983 erste Buchveröffentlichung. Seit einigen Jahren freier Autor und an Filmprojekten beteiligt. Filme (Auswahl): „Tödliche Roman(z)e“ (2003) Claus Oppermann Geb. 1970 in Flensburg. Studium Film/Fernsehen an der Fachhochschule Dortmund; seit ca. zehn Jahren Tätigkeit als Beleuchter, Kameramann und Drehbuchautor. Mitarbeit an Werbefilmen und Fernsehproduktionen. Filme (Auswahl): „Tödliche Roman(z)e" (2003); „Duo in Utero“ (2002); „Timpe Te“ (2000)

X

Kopien seiner selbst

Deutschland 2005, 6 Min., Farbe, Animationsfilm
Regie, Buch, Animation, Produktion: Raphael Wahl
Auszeichnungen (Auswahl): Lobende Erwähnung jeweils bei der Vergabe des Rundgangspreises der Kunsthochschule Kassel und bei der Vergabe des Goldenen Herkules auf dem Kasseler Dokumentar Film und Video Fest

Wwo er auch hinsieht, findet der vermeintlich einsam durchs All reisende Astronaut Typen vor, die ihm bis aufs Haar gleichen. Beim Versuch, seine Einzigartigkeit zu behaupten, macht er eine unglaubliche Entdeckung. Animationsfilm inspiriert durch Stanislaw Lems Roman „Solaris“.

Raphael Wahl
Geb. 1976 in Stuttgart-Filderstadt. 1998-2005 Studium der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. In der Animationsklasse von Prof. Paul Driessen und Thomas Meyer-Hermann entstand sein erster Film „Rapunzel“.

Bloody Footy

Skurrile Komödie um Tradition und Offenheit

Australien 2005, 15 Min., Farbe, Kurzspielfilm
Regie und Buch: Dean Chircop
Produktion: Defrim Isai, Dean Chircop
Kamera: Tony O'Loughlan
Musik: Christopher Elves
DarstellerInnen: George Kapiniaris, Chris Mezzasalma, Josh McConnell
Auszeichnungen (Auswahl): Brisbane Int. Film Festival 2005: Most popular Short Film; ATOM Award for Best Short Drama under 50 min. 2005 (Australian Teachers of Media); Filmets de Badalona, Spanien, 2005: Best Sport Themed Film; East Lansing Children's Film Festival, Michigan 2006: Best Short M Category; Lola Childrens Film Festival, Kenya 2006: Publikumspreis; Hearts of Gold Int. Film Fest, AUS 2006: Best Narrative and Best Australian short film

Vito, ein aus Italien stammender Neu-Australier, der die italienische Tradition, zu der selbstverständlich Fußball gehört, hoch hält, ist entsetzt: Sein Sohn Mario wünscht sich zum Geburtstag einen australischen Football. Vito empfindet das als Bedrohung seines italienischen Erbes und versucht, Marios Interessen ‚auf Linie’ zu bringen. Erst durch Intervention von ganz oben bemerkt er, dass es sich lohnt, einen Schritt auf seinen Sohn zuzugehen.

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