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Worauf soll ich verzichten?

Lauras Gebetbuch
© katholisch.de, Susanne Mix

Lauras Gebet in der Fastenzeit

Am Abend vor dem Aschermittwoch macht Laura sich Gedanken über die Fastenzeit: Worauf könnte sie verzichten? Was davon würde ihr leicht fallen, was schwerer. Soll sie auf Süßigkeiten verzichten? Oder auf ihre Lieblingssendung im Fernsehen? Doch das ist Laura zu einfach. Sie überlegt weiter: Eigentlich kommt es ja auf etwas ganz anderes an. Was haben Gummibärchen und Schokolade mit Gott zu tun? Nichts! Und Fernsehen erst recht nicht. „Fasten muss tiefer gehen – bis ins Herz“, murmelt Laura. Sie denkt noch einmal nach und fasst ihre Gedanken zu einem Gebet zusammen:

Lieber Gott,

ich weiß, du traust mir viel mehr zu, als ich tun kann. Hilf mir, mich jetzt in der Fastenzeit von allem zu trennen, was mich belastet. Ich möchte nämlich auf einiges verzichten, was ich eigentlich überhaupt nicht brauche, nämlich auf:

meine faulen Ausreden, wenn andere mich um etwas bitten und ich zu bequem bin, ihnen den Wunsch zu erfüllen;

mein Gemäkel am Essen, wenn Mama oder Papa etwas gekocht haben, was allen anderen schmeckt, aber mir nicht;

meine Schadenfreude, wenn Nina, die ich nicht leiden kann, eine Fünf in der Mathearbeit schreibt;

meine Angewohnheit, Mama zu fragen, was ich dafür bekomme, wenn ich ihr mal im Haushalt helfe.

Was meinst du, lieber Gott: Reicht das fürs erste? Ich denke schon. Denn ich weiß genau: Wenn ich mir zuviel vornehme, klappt es mit meinen Vorsätzen sowieso nicht. Dann bin ich wütend und mach gar nichts mehr. Und das willst du bestimmt nicht, lieber Gott – oder?

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