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Was ist ein Aschenkreuz?

Kind bekommt ein Aschekreuz vom Priester auf die Stirn.
© KNA

Aschermittwoch ist der erste Tag der Fastenzeit

Laura und Lukas gehen mit den anderen Kindern der Klasse am Aschermittwoch zum Schulgottesdienst. Oliver, der Gemeindereferent, erklärt ihnen, woher der Aschermittwoch kommt und warum der Priester den Gläubigen das Aschenkreuz auf die Stirn zeichnet:

Asche als Zeichen von Schuld

„Der Aschermittwoch ist der erste Tag der Fastenzeit. Wir nennen sie auch österliche Bußzeit. Sie dauert 40 Tage und erinnert an das Fasten Jesu in der Wüste. Früher zerrissen die Menschen, wenn sie sich schuldig fühlten, ihre Kleider und streuten sich Asche auf den Kopf. Und Leute, die etwas besonders Schlimmes getan hatten, wurden ganz mit Asche bestreut und mussten ein Bußkleid anziehen. Es kratzte tüchtig und sah aus wie ein Sack. Und es war bestimmt sehr unangenehm es zu tragen. Nicht nur, weil es kratzte und so hässlich aussah. Alle Leute, die den Träger eines Bußkleides sahen, wussten genau: Der hat etwas Schlimmes auf dem Kerbholz. Die Büßer durften auch bis zum Gründonnerstag nicht mehr die Kirche betreten, sondern durften nur in einem Vorraum beten. Das machen wir natürlich heute nicht mehr.

Immer noch Brauch bei den Katholiken

Das Aschenkreuz, das ich euch gleich auf die Stirn zeichnen werde, ist immer noch Brauch bei uns Katholiken.“ „Ist das Zigarettenasche? Oder hast du etwas anderes verbrannt?“, fragt Martin. „Nein“, erklärt Oliver den Kindern. „Die Asche stammt von den verbrannten Palmzweigen des letzten Jahres. Früher sagten die Priester beim Verteilen des Aschenkreuzes: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“ (Genesis 3,19). Manche sagen das auch heute noch.“ „Du auch?“, fragt Lukas. „Nein, ich sage etwas anderes. Aber nun kommt alle nach vorne.“ Die Kinder stellen sich in einer Reihe auf, und Oliver zeichnet jedem ein Kreuz auf die Stirn. Dabei sagt er: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ (Markus 1,15).

Jesus ist im Tod bei uns

„Warum bekommen wir eigentlich ein Aschenkreuz“, möchte Lukas wissen. Oliver erklärt: „Es soll daran erinnern, dass wir alle einmal sterben müssen. Es will uns aber auch sagen, dass Jesus uns durch den Tod in ein neues Leben bei Gott begleitet.“ Oliver überlegt eine Weile und meint dann: „Der Aschermittwoch ist ein ganz besonderer Tag. Er zeigt uns, dass Schuld und Vergebung, Leben und Tod ganz nah beieinander sind.“ zum Anfang zum Anfang
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