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Karfreitagsbitte 03.03.08 Seite drucken

Bode bedauert die Absage von Rabbinern am Osnabrücker Katholikentag

Auf Einladung von Rabbiner Shimon Großberg (links) besuchte Bischof Franz-Josef Bode die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Osnabrück.
© Bistum Osnabrück
Auf Einladung von Rabbiner Shimon Großberg (links) besuchte Bischof Franz-Josef Bode die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Osnabrück.

Bischof Bode zu Besuch in Jüdischer Gemeinde

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat am Freitagabend (29. Februar) die Jüdische Gemeinde in Osnabrück besucht. Rabbiner Shimon Großberg hatte den Bischof bei seinem Antrittsbesuch im Bischofshaus im Herbst vergangenen Jahres eingeladen. Bode nahm an dem Abendgottesdienst in der Synagoge und der anschließenden Gemeindebegegnung teil.

Der Vorsitzende der rund 1.000 Mitglieder zählenden Jüdischen Gemeinde, Michael Grünberg, betonte, die Begegnungen mit dem Bischof seien gekennzeichnet von „großer Offenheit, von Vertrauen und Respekt“. Bode war in der Synagoge bereits zum dritten Mal zu Gast. Der Bischof unterstrich, dass im Dialog der Religionen die Beziehung der Christen zu den Juden „einzigartig“ sei, da das Christentum aus dem Judentum erwachsen sei. „Unser Miteinander ist ein wichtiges Zeichen für die Welt, die den Frieden sucht“, erklärte Bode.

In Zusammenhang mit der umstrittenen Karfreitagsfürbitte in dem außerordentlichen Messritus bedauerte Bode die Absage von zwei Rabbinern am Osnabrücker Katholikentag. In der Fürbitte für die Juden wird gebetet, dass Gott „ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen“. Es sei bedauerlich, dass es verschiedene Fassungen gebe, sagte Bode. „Wir hier in Osnabrück stehen im ordentlichen Ritus“, versicherte der Bischof. In dem seit 1970 geltenden „ordentlichen Ritus“ heißt es u.a.: „Lasset uns auch beten für die Juden, zu denen Gott unser Herr zuerst gesprochen hat: Er bewahre sie in der Treue zu seinem Bund und in der Liebe zu seinem Namen ...“.

Bode lud die Jüdische Gemeinde zum Katholikentag und zu einem späteren Zeitpunkt zu einer persönlichen Führung durch den Dom ein. Darüber hinaus versprach er der Gemeinde die Unterstützung des Bistums bei der Bereitstellung von Räumen, wenn ab Sommer die Jüdische Gemeinde ihre Synagoge und angrenzenden Räume erweitert und saniert.

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