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Kirche für Kids  Seite drucken

Was heißt eigentlich Amen?

Zum Gebet gefaltene Hände
© KNA

Christen auf der ganzen Welt sagen Amen nach dem Beten

Laura und ihre Mama sprechen ein Tischgebet. „Warum sagen wir eigentlich Amen nach dem Beten?“, möchte Laura wissen. Ihre Mama erklärt: „Das Wort Amen kommt aus dem Hebräischen. Es ist die Sprache des Alten Testaments. Amen heißt übersetzt soviel wie ‚So ist es’ oder ‚So soll es sein’.“ Laura fragt: „Hat Jesus denn auch Hebräisch gesprochen?“ „Nein“, antwortet die Mutter. „Damals wurde in Israel Aramäisch gesprochen. Aber die Sprache im Synagogengottesdienst war Hebräisch. Deshalb verstanden die Menschen es auch.“

So und nicht anders!

„Super!“, freut sich Laura. „Dann sprechen wir ja heute immer noch Hebräisch – auch wenn es nur ein kleines Wort ist.“ „Ja“, sagt ihre Mama, „Christen auf der ganzen Welt sagen Amen nach dem Beten. Das Wort bezieht sich auf das vorher Gesagte. Mit dem Amen bringen wir zum Ausdruck: Wir haben es ernst mit unserem Gebet gemeint und es nicht nur herunter geplappert. Mit dem Amen drücken wir etwas ganz Besonderes aus, etwa: Das möchte ich noch einmal betonen. Oder: Dazu stehe ich. Oder: So und nicht anders! Oder: Daran glaube ich fest.“

Auf Worte müssen Taten folgen

Laura fragt: „Kann Amen auch heißen ‚Es tut mir Leid, was ich gemacht habe, und ich möchte mich ändern’?“ „Klar!“,  antwortet ihre Mama. „Wenn wir zum Beispiel im Vaterunser beten ‚wie auch wir vergeben unseren Schuldigern’, dürfen wir die Menschen nicht aus dem Blick verlieren, die uns gekränkt oder geärgert haben. Wenn es uns mit dem Amen wirklich ernst gemeint ist, sollten wir ihnen vergeben.“ „Auch dem blöden Tom, der Sofie angestiftet hat, Emily ein Beinchen zu stellen, und der dann feige abgehauen ist?“, möchte Laura wissen. „Ja“, meint die Mutter, „denn Amen bedeutet auch, auf Worte Taten folgen zu lassen.“
Von Margret Nußbaum
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