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Fazit 21.04.08 Seite drucken

Papst beendet USA-Reise

Benedikt XVI. steigt aus dem Flugzeug.
© KNA

US-Vizepräsident: Amerika respektiert Botschafter des Friedens

New York - Papst Benedikt XVI. hat seine sechstägige USA-Reise beendet. Gegen 2.30 Uhr deutscher Zeit wurde er mit einer offiziellen Zeremonie am New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafen verabschiedet und flog nach Rom zurück. Höhepunkt seines letzten Besuchstags war ein Gebet am Ground Zero. Am Ort der Terroranschläge des 11. September sprach er mit Überlebenden, Angehörigen und Helfern von damals.

In den Tagen zuvor war Benedikt XVI. mit US-Präsident George W. Bush zusammengetroffen und hielt eine Rede vor der UNO. Darin unterstrich er die Notwendigkeit humanitärer Interventionen und verurteilte nationale Alleingänge in der Weltpolitik. Es war die achte Auslandsreise des Papstes. In ihrem Verlauf feierte er seinen 81. Geburtstag und den dritten Jahrestag seiner Wahl.

Am Ground Zero sprach Benedikt XVI. in einer bewegenden Zeremonie ein Gebet für die Opfer der Anschläge des 11. September 2001. Er bat Gott, «Frieden in unsere gewalttätige Welt» zu bringen. Weiter betete er um Umkehr jener, «deren Herzen und Gedanken sich in Hass verzehren». Im Anschluss empfing das Kirchenoberhaupt einzeln mehr als 20 Überlebende, Angehörige und Helfer des Unglücks. Vor seinem Abflug betonte Benedikt XVI., der Besuch werde seinem Gedächtnis unauslöschlich eingeprägt bleiben.

Am Nachmittag erwarteten ihn bereits rund 60.000 Menschen zu einer Messe im New Yorker Yankee Stadium. Der Papst schwor die Katholiken der Landes auf eine Beteiligung in Politik und Gesellschaft ein. Sie sollten ihre moralischen Überzeugungen «mit fester Entschlossenheit» in den öffentlichen Raum tragen.

Einsatz für Gerechtigkeit

Als einen Höhepunkt seines Besuchs nannte Benedikt XVI. am Flughafen die Möglichkeit, vor der UNO-Vollversammlung sprechen zu dürfen. Erneut erinnerte er an die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor 60 Jahren. Zugleich rief er zu einem unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit und ein friedliches Miteinander zwischen Völkern und Nationen auf.

US-Vizepräsident Dick Cheney und die Kardinäle des Landes verabschiedeten das Kirchenoberhaupt. Auch die demokratische Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton und der frühere US-Präsident Bill Clinton. Cheney sagte in seiner Abschiedsrede: «Ganz Amerika respektiert diesen Botschafter des Friedens, der Gerechtigkeit und der Freiheit.» Benedikt XVI. habe den Bürgern des Landes Hoffnung gegen Verzweiflung, Sicherheit in Verwirrung und Stärke für ihren je eigenen Weg gebracht.

Die Ankunft des Papstes in Rom-Ciampino war für 10.45 Uhr geplant.

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