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Familienferienstätten  Seite drucken

Urlaub nach Maß in der Familienferienstätte

Familie taucht
© fotofrank/Fotolia.com
Gemeinsam im Urlaub.

Wellness für die Eltern, Bogenschießen für die Kids

An die 130 Familienferienstätten gibt es in unserem Land. Jede hat ein eigenes Programm. So können Eltern mit Kindern, aber auch Alleinerziehende und Großeltern sich daraus einen Urlaub nach Maß schneidern. 

68 Prozent der Deutschen machen am liebsten Urlaub mit der Familie. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des „Forum Familie stark machen e.V.“. Doch bei der Wahl des Urlaubsziels möchten immer mehr Kinder mitreden. Fachleute der „Kooperation familienfreundlicher Hotels“ (familotel) haben beobachtet: „Kinder wollen Abenteuer, Eltern Erholung.“

Diesem Umstand werden die Familienferienstätten gerecht, die sich zur Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung zusammengeschlossen haben. Ihr gehören an: der Katholische Arbeitskreis für Familienerholung, die Evangelische Familienerholung sowie der Paritätische Arbeitskreis für Familienerholung – ein Zusammenschluss der nicht-konfessionellen Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege sowie gemeinnütziger Vereinigungen, die im Bereich der Familienerholung auf überregionaler Ebene tätig sind.

Mal etwas Neues ausprobieren

„Wir stellen zunehmend einen Trend zum Themen bezogenen Urlaub fest“, sagt Guido Gröning, Geschäftsführer des Verbandes der Kolpinghäuser, der im Katholischen Arbeitskreis für Familienerholung integriert ist. Die zehn deutschen Kolping-Ferienstätten, aber auch die anderen Anbieter innerhalb des Arbeitskreises haben diesen Trend aufgegriffen und locken mit interessanten Angeboten – vom Segeln, Reiten, Bogenschießen, Wandern und vielen anderen Sportangeboten bis zum Töpfern oder Theaterspielen. „Im Urlaub hat man die Möglichkeit, einmal etwas Neues auszuprobieren, wozu man zu Hause erfahrungsgemäß oft nicht kommt“, sagt Guido Gröning.

Die Kinder werden bestens betreut

Für Mütter und Väter hat ein solcher Familienurlaub einen positiven Nebeneffekt: „Sie müssen sich keine Sorgen um den Nachwuchs machen. Der wird professionell betreut und ist damit in besten Händen“, erklärt Guido Gröning. „Unter den Kindern entstehen im Nu Freundschaften. Und die Angebote sind so vielfältig, dass Langeweile erst gar nicht aufkommt.“

Wellness ist angesagt

Das Gleiche gilt für die Eltern. Sie können oft wählen zwischen Sport- und Kreativangeboten. Auch Wellness spielt in immer mehr Häusern eine große Rolle. Schließlich sollen die zwei, drei Wochen Urlaub auch der Erholung der Erwachsenen dienen. Dennoch bemühen sich die Leiter der Ferienstätten um einen gesunden Ausgleich. „Eltern und Kinder sollten genügend Raum haben, auch mal etwas gemeinsam als Familie zu unternehmen“, meint Guido Gröning. Das Raumangebot der Ferienstätten kann sich durchaus mit einem Sternehotel messen. Es gibt moderne, Familien und Behinderten gerecht ausgestattete Zimmer, Appartements und Ferienhäuser.

Zuschüsse für Familien

Ursprünglich waren die Ferienstätten für Familien mit geringem Einkommen konzipiert. „Das gilt heute nur noch beschränkt“, sagt Guido Gröning. „Zu uns kommen Familien aus allen Schichten.“ Im Durchschnitt kostet die Übernachtung mit Vollpension für einen Erwachsenen pro Tag zwischen 36 und 43 Euro. Kinder bis drei Jahre sind frei. Für ihr drei- bis sechsjähriges Kind müssen die Eltern rund 20 Euro, für Sieben- bis Elfjährige 26 Euro und für Zwölf- bis Siebzehnjährige 32 Euro zahlen.

„Dies sind Beträge, die sich viele nicht leisten können“, sagt Guido Gröning. „Aber für kinderreiche und einkommensschwächere Familien, für Alleinerziehende oder für Familien mit behinderten Angehörigen gibt es oft  finanzielle Unterstützung. Die wichtigsten Geldgeber sind dabei die Bundesländer mit den so genannten Individualzuschüssen. Aber auch im kirchlichen oder kommunalen Bereich sind Hilfen möglich.“

Von Lena Kaufmann
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