Spenden für Birma tröpfeln nur

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Ausmaß der Katastrophe vergleichbar mit Tsunami
Münster - Das ganze Ausmaß der Katastrophe, dass nach und nach offensichtlich wird, ist vergleichbar mit dem Tsunami vor wenigen Jahren: 128.000 Tote sind in Birma schon gezählt, 2,5 Millionen Menschen sind obdachlos. Eine Spendenflut wie damals gibt es aber nicht, sie tröpfeln nur. Ganze 701 Euro sind bisher beim Diözesancaritasverband Münster eingegangen, bundesweit sind 400.000 Euro an Caritas International überwiesen worden. Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann versteht die Zurückhaltung angesichts der ständigen Berichte über die Behinderungen der Hilfe durch die Militärjunta. "Aber die Caritas ist davon nicht betroffen", erklärt Kessmann. Über lokale Mitarbeiter in den Pfarreien und drei örtliche Büros des Malteser Hilfsdienstes, eines Fachverbands der Caritas, ist Hilfe möglich. 16.000 Menschen versorgt Caritas International bisher, in der kommenden Woche soll die Hilfe auf 40.000 ausgedehnt werden. Dafür allein sind 750.000 Euro notwendig.Nach Linderung der ersten Not und Vorbeugung gegen den Ausbruch von Seuchen "muss wieder aufgebaut werden", sagt Kessmann. Das müsse mit Sorgfalt geschehen und erfordere viel Geld. Denn wie in anderen Ländern werde die Caritas darauf achten, dass dabei gleichzeitig Vorsorge getroffen werde, um gegen künftige Naturkatastrophen besser gewappnet zu sein. In Bangla Desh beispielsweise hätten sich bei der letzten Flut die Hochwasserschutzbauten bewährt, die nach einer früheren Katastrophe gebaut worden sind.
"Wir bitten deshalb darum, die Zurückhaltung beim Spenden für Birma aufzugeben", sagt Kessmann. Durch den Einsatz der Helfer vor Ort sei gesichert, dass das Geld ankomme und effektiv eingesetzt werde. Unterstützung erbitteet der Diözesancaritasverband Münster auf das Konto 6000 bei der Darlehnskasse Münster (BLZ 400 602 65) unter dem Stichwort "Birma".
(C) Diözesancaritasverband Münster
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