„Vertraut den neuen Wegen“

Abschlussbericht des Projektes 2020 veröffentlicht
Trier – Der Abschlussbericht des Projektes 2020 ist am 27. Mai in Trier veröffentlicht worden. Das Projekt 2020 „Entwicklung von Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften und Strukturplan 2020“ des Bistums Trier zielt auf eine Neuordnung der Territorialseelsorge im Bistum unter den veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Bedingungen des 21. Jahrhunderts.Es lief von Anfang 2005 bis Januar dieses Jahres. Der im Rahmen des Projektes in Kraft gesetzte Strukturplan 2020 ordnet die Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften im Bistum neu. Ihre Zahl wird von 389 auf 173 verringert. Die Bildung der neuen pastoralen Einheiten soll bis zum 1. September 2011 erfolgt sein, sie kann aber bereits vorher geschehen.
In dem Abschlussbericht dankt Diözesanadministrator Bischof Robert Brahm allen, die sich im Projekt 2020 engagiert haben. „Drei Jahre hindurch hat dieses Projekt viele Menschen im Bistum Trier bewegt“, betont Bischof Brahm. Das Projekt 2020 habe gezeigt, dass Veränderungsprozesse nicht einfach seien. Gleichwohl seien durch die vielen Gespräche und Kontakte im Rahmen des Projektes „neue Chancen für das persönliche Miteinander in den Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften und Dekanaten gewachsen.“
Der Abschlussbericht gibt eine Übersicht über Ziele, Konzeption und Verlauf des Projektes, er enthält einen Tätigkeitsbericht des Projektteams und dokumentiert zentrale Stellungnahmen der Bistumsleitung sowie die Auswertung des Projektes.
In der Bewertung werden folgende Aspekte kritisch gesehen: So ist das Konfliktpotenzial, das die „Dienstsitz-Frage“ – die Frage, wo jeweils der Pfarrer in den neuen pastoralen Einheiten seinen Sitz haben wird – unterschätzt worden. Die geistliche Dimension des Projektes zeigt sich vielerorts noch nicht. Bei einigen Gemeinden und Pfarrern gibt es ein „Besitzstandsdenken“.
Der Strukturplan orientiert sich vor allem an der Zahl der Pfarrer, der Zugewinn, der in den neuen größeren Einheiten stecken soll, konnte vielerorts noch kaum vermittelt werden. Aber auch die Stärken des Projektes 2020 wurden in der Auswertung benannt: Die Notwendigkeit von Veränderungen wurde eingesehen. Das Projekt hat Vertrauen gefördert, Misstrauen und Ängste wurden abgebaut, Beteiligung war möglich, das Miteinander von Ehren- und Hauptamtlichen wurde gestärkt und ein „Wir-Gefühl“ hat sich entwickelt. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in den Dekanaten ist gewachsen.
Im Schlusswort des Berichtes unterstreichen Projektleiter Pfarrer Dr. Martin Lörsch und Projektreferentin Ute Wagner, dass die vereinbarte Zielmarke des Projektes erreicht worden sei. Auch sie danken allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben. Immer wieder, so betonen sie, habe sich das Projekt von dem Motto leiten lassen: „Vertraut den neuen Wegen!“
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