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Herz-Jesu und die Jesuiten

Herz-Jesu-Nippes
© Zabateri
Das Herz-Jesu-Fest wird am dritten Freitag nach Pfingsten gefeiert.

Die Verbreitung des Kultes ist vor allem den Jesuiten zu verdanken

Die Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung ist vor allem den Jesuiten zu verdanken, die sich ausgehend von Marguerites Maria Alacoques Beichtvater, dem Jesuiten Claude de la Colombière, dieser Spiritualität annahmen. Die Jesuiten verbreiteten den Herz-Jesu-Kult besonders durch eigene Glaubenskurse.

Zeitweise verboten

Als der Jesuitenorden im 18. Jahrhundert auf Druck der absolutistischen aufgeklärten Herrscher Portugals, Frankreichs und Spaniens aufgehoben wurde, wurde auch die Herz-Jesu-Verehrung, die so eng mit dem Orden verknüpft war, zeitweise verboten.

Erst nach der Restauration der Jesuiten 1814 wurde auch das Herz-Jesu-Gedenken wieder propagiert. Starken Aufschwung erhielt die Herz-Jesu-Frömmigkeit im späten 18. und 19. Jahrhundert.

Das Herz-Jesu-Fest richtet sich nach dem Ostertermin und wird am dritten Freitag nach Pfingsten gefeiert (Freitag nach der ehemaligen Fronleichnamsoktav). Bis heute heißt auch jeder erste Freitag jedes Monats "Herz-Jesu-Freitag". Er ist ein bevorzugter Tag für die Krankenkommunion.

1899 weihte Papst Leo XIII. in der Enzyklika "Annum sanctum" die ganze Welt dem Herzen Jesu und erklärte dabei, dass für ihn das Herz Jesu "ein Glück verheißendes göttliches Zeichen" in der Gegenwart darstelle, wie es das Kreuz für Kaiser Konstantin in der Antike gewesen sei. Damit provozierte er gerade aus der aufgeklärten Welt bis in die Gegenwart polemische Kritik und sarkastische Distanz.

Von Markus Schüppen
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