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"Jesus, ich vertraue auf Dich"

Liegender Christus mit Seitenwunde
© Privat
Die Herz-Jesu-Verehrung ist kein rein katholisches Phänomen.

Im 20. Jahrhundert ging die Herz-Jesu Verehrung zeitweise deutlich zurück

Die Herz-Jesu-Verehrung hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts innerkatholisch stark an Boden verloren; zumindest die eindimensional gefühlsbetonte Seite wird von vielen katholischen Christen abgelehnt.

Obwohl die geschichtliche Entwicklung zeigt, dass die Herz-Jesu-Verehrung kein rein katholisches Phänomen ist, wird sie oft als spezifisch konfessionell eingeengte Frömmigkeitsform gesehen.

Künderin der Barmherzigkeit Gottes

Durch die mystischen Geschehnisse um die katholische Ordensschwester Maria Faustyna Kowalska gelangte die Herz-Jesu-Verehrung auch im deutschsprachigen Raum wieder mehr ins Blickfeld der Gläubigen. Bei Visionen erhielt sie von Jesus den Auftrag, Künderin der Barmherzigkeit Gottes zu sein.

Ihr wurde aufgetragen, ein Bild von Jesus zu malen, von dessen Herzen zwei Strahlen ausgehen, und die Feier des Sonntags der Barmherzigkeit als Fest der Göttlichen Barmherzigkeit am Sonntag nach Ostern einzuführen. Das Bild trägt die Unterschrift: "Jesus, ich vertraue auf Dich." Jesus gab ihr außerdem die Weisung, Seine Sterbestunde zu verehren. Ihre Visionen schrieb sie in Tagebüchern auf.

Das Anliegen der Ordensschwester nahm Johannes Paul II. in seiner zweiten Enzyklika Dives in Misericordia auf und etablierte neben dem Herz-Jesu-Fest einen zweiten Gedenktag, der insbesondere die Barmherzigkeit des Sohnes Gottes herausstellte.

Johannes Paul II. legte fest, dass in der ganzen Kirche der zweite Ostersonntag als Barmherzigkeitssonntag gefeiert werden soll. Am 30. April 2000 sprach Papst Johannes Paul II. Maria Faustyna heilig. An dem Tag der Heiligsprechung setzte er auch den Termin des Barmherzigkeitssonntag fest.

Von Markus Schüppen
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