Das Bewerbungsverfahren

Koch oder Journalist, keine Frage für Andreas Fauth
Einem Sternekoch über die Schultern schauen? Mein Höhepunkt des Auswahlverfahrens war die Übungsreportage: Mit Schürze und Kochmütze verbrachte ich einen Tag in der Küche eines Freiburger Spitzenrestaurants, staunte über die Fingerfertigkeit der Azubis, half beim Zwiebeln schneiden und kostete von Gänseleberpralinen.Dabei erzählten mir die Spitzenköche von morgen, warum sie nach einem harten Arbeitstag voller zubereiteter Köstlichkeiten lieber eine Tiefkühlpizza verdrücken.
Nach dieser Hürde warteten Auswahlgespräche und eine Übungsnachricht auf uns Bewerber. Mit wachsweichen Knien stand ich vor der Jury, die Fragen zur Tagespolitik und meinem persönlichen Interesse am Journalismus stellte. Meine Angst war unbegründet, vergingen die 20 Minuten doch wie im Flug.
Unabhängig vom erfolgreichen Verlauf war das Auswahlverfahren eine interessante Erfahrung für mich. Und wer weiß: Wenn es beim ifp nicht geklappt hätte, hätte ich vielleicht eine Laufbahn als Koch eingeschlagen.
Andreas Fauth (21) studiert an der Universität Freiburg Geschichte, Englisch und Politik. Sein erstes ifp-Praktikum macht er beim Leverkusener Anzeiger.
