Drei Jahre danach im Erzbistum Köln

© WJT-Camp Altenberg
Großes WJT-Camp in Altenberg
Köln/Altenberg - Die Begeisterung des Weltjugendtages 2005 in Köln lebt weiter. Aus diesem Geist heraus nehmen auch im Jahr 2008 viele junge Menschen aus dem Erzbistum Köln am Weltjugendtag in Sydney auf ihre eigene Weise teil – genauer: 600 Mädchen und Jungen machen sich mit Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Mike Kolb auf den Weg nach Australien. Dabei sind auch 50 Jugendliche aus dem Partnerbistum Litauen, deren Teilnahme das Erzbistum ermöglicht hat. Ein kleiner finanzieller Zuschuss aus der Bistumskasse konnte die nicht unerheblichen Kosten der Reisen dämpfen.Den Daheimgebliebenen bleibt die Atmosphäre und der Geist des Weltjugendtags dennoch nicht fern: Parallel zum australischen Geschehen veranstaltet das Erzbistum vom Mittwoch, 16. Juli bis Sonntag, 20. Juli ein Weltjugendtagscamp rund um die Jugendbildungsstätte in Altenberg bei Odenthal. Kardinal Meisner richtet an die jugendlichen Teilnehmer ein Grußwort; als Gastgeber des letzten Weltjugendtages wird er sel-ber in Australien sein.
Public Viewing
Die Fixpunkte des fünftägigen Camps sind die per Public Viewing übertragenen großen Ereignisse in „Down under“: die Ankunft des Papstes im Hafen von Sydney, die Vigil und der zentrale Abschlussgottesdienst in der Nacht zum Sonntag. Neben den Höhepunkten der kontinentübergreifenden Feiern gibt es ein vielfältiges Campprogramm: Am Mittwoch starten die gemeinsamen Tage um 22 Uhr mit einem Eröffnungsgottesdienst und Camp-Festival. Die „Open-Stage-Festivalbühne“ gibt den Rahmen für die Auf-tritte verschiedener Gruppen und einzelner Teilnehmer, dort werden auch die Ergebnisse der vielfältigen Workshops vorgestellt.
Täglich von 16 bis 4 Uhr morgens lädt das Camp-Café zum gemütlich Austausch ein - oder zur Erholung von den Anstrengungen des Kletterturms. Wer sich zum Gebet oder zur persönlichen Einkehr zurückziehen möchte, dem steht der Ort der stillen Anbetung zur Verfügung; ebenso gibt es Gelegenheit zum Beicht- und Seelsorgegespräch. Am Freitag begehen die Jugendlichen gemeinsam einen Kreuzweg; in der Nacht zum Samstag beginnt die „Nacht der offenen Kirche“ sowie drei zentrale Katechesen zum Weltjugendtagsmotto.
Mit einem Bühnenabschlussprogramm läutet der Samstagnachmittag langsam das Ende der gemeinsamen Zeit ein: Unter der Überschrift „Kraft – Geist – Zeugen sein“ reflektiert es den in der päpstlichen Botschaft gegebenen spirituellen Anstoß aus Sydney, schaut zurück auf die gemeinsamen Erlebnisse und richtet gleichwohl den Blick nach vorn. Das Finale bildet die Live-Übertragung vom Abschlussgottesdienst aus Sydney, er wird für die Hiergebliebenen ein nächtliches Ereignis und strahlt zugleich in den neuen Tag aus.
Die Botschaft des Papstes
Papst Benedikt XIV lenkt in seiner Botschaft zum 23. Weltjugendtag die Aufmerksamkeit ganz auf den Heiligen Geist als „Geist der Stärke und des Zeugnisses“, „der uns den Mut gibt, das Evangelium zu leben, und die Beherztheit, es zu verkünden“. Besonders an die Jugendlichen als Mitfühlende wendet er sich: „Ihr kennt die Ideale, die Sprache und auch die Wunden und Erwartungen Eurer Altersgenossen sowie ihre Sehnsucht nach dem Guten. Es öffnet sich die weite Welt der Gefühle, der Arbeit, der Ausbildung, der Erwartungen, des Leidens der Jugendlichen … Jeder von Euch soll den Mut haben, dem Heiligen Geist zu versprechen, einen Jugendlichen zu Jesus Christus zu führen, auf die Weise, die er für die beste hält, indem er von der Hoffnung, die ihn erfüllt, mit Sanftmut Rechenschaft zu geben vermag.“
Die Teilnahme am Camp inklusive Vollverpflegung kostet 60 Euro. Auch Tagesgästen steht der Eintritt offen. Wer sich für die Teilnahme mit Übernachtung entscheidet, findet entweder einen Platz in einem der Großzelte oder bringt sein eigenes Zelt mit. Geleitet wird das Camp von Pfarrer Johannes Meißner. Da es sich bei dieser Aktion um eine Premiere handelt, seien die Teilnehmerzahlen schwer abzuschätzen, erläutert er; „von daher sei er gespannt“. zum Anfang
