So finden Sie eine Tagesmutter für Ihr Kind

Eine Tagesmutter darf maximal fünf fremde Kinder betreuen
Viele Eltern sehen in der Betreuung ihres Kindes durch eine Tagesmutter Vorteile gegenüber der Kita – nicht zuletzt wegen der flexibleren Arbeitszeitgestaltung.Die Kleinen gewöhnen sich schnell an die Zweitfamilie
Zusätzlich zu ihren eigenen Kindern darf eine Tagesmutter maximal fünf Kinder betreuen. Die meisten stellen dafür ihre eigene Wohnung zur Verfügung. Die Vorteile: Babys und Kleinkinder gewöhnen sich in der Regel schneller an eine Zweitfamilie. Eingewöhnungszeiten, aber auch flexible Betreuungszeiten und Urlaub können individuell abgesprochen werden. Manche Tagesmütter sind sogar bereit, ihre Schützlinge auch mal am Wochenende oder nachts zu betreuen – etwa bei Eltern mit Schichtarbeit. Ein Nachteil: Fällt die Tagesmutter bei Krankheit aus, müssen Eltern sich selber um einen Ersatz bemühen.
Qualifizierung für Tagesmütter
Um die Qualifikation von Tagesmüttern zu erhöhen, will Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen nun verbindliche Mindeststandards für eine Ausbildung dieser Frauen festlegen. Diese sehen Kurse von mindestens 100 Stunden mit anschließender Prüfung und regelmäßige Weiterbildung vor. Zertifizierungen für Tagesmütter übernehmen zurzeit der Tagesmütter-Bundesverband und Familienbildungsstätten.
Wichtige Auswahlkriterien für Eltern
Wenn Sie eine Tagesmutter für Ihr Kind suchen, sollten Sie folgende Kriterien berücksichtigen:
- Welche Ausbildung hat die Tagesmutter?
- Verfügt sie über eine Qualifizierung und eine Tagespflegeerlaubnis des Jugendamtes?
- Wie sind die räumlichen Verhältnisse?
- Gibt es Kindersicherungen an Steckdosen, Herd und Treppen?
- Verfügt die Zweitfamilie über einen eigenen Garten?
- Ist ein Spielplatz in der Nähe?
- Entspricht die Spielzeugauswahl Ihren Vorstellungen?
- Ist Ihnen die Tagesmutter auf Anhieb sympathisch?
- Haben Sie die gleichen Erziehungsgrundsätze?
- Wer könnte einspringen, wenn die Tagesmutter mal ausfällt?
Auf jeden Fall sollten Sie einige Probestunden vereinbaren, damit Sie feststellen, ob und wie Ihr Kind sich an die neue Bezugsperson gewöhnt.
Zuweilen günstige Pauschalen
Die Kosten für eine Tagesbetreuung liegen in der Regel zwischen drei und fünf Euro pro Kind und Stunde. Private Kinderfrauen, die das Kind in der Wohnung der Eltern betreuen, bekommen deutlich mehr. Manche Tagesmütter vereinbaren bei höherer Stundenzahl, etwa über 15 bis 20 Stunden wöchentlich, mit Eltern zuweilen eine günstigere Pauschale. Darüber hinaus werden Eltern – je nach Einkommen – Zuschüsse vom Jugendamt gewährt. Jugendämter, der Sozialdienst Katholischer Frauen und andere Tagespflegevereine bieten Musterverträge an, die alles regeln – vom Stundenlohn über Betreuungszeiten bis zu Sozialabgaben, Versicherung und Bezahlung bei Krankheit oder Urlaub. Fündig bei der Suche nach einer Tagesmutter werden Sie beim SKF, bei Familienbildungsstätten, beim Tagesmütter-Bundesverband und beim Jugendamt











