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Pasta à la Italiana in Finsterwalde

Aupairs werden in die Familie aufgenommen und integriert.
© Lena Kaufmann
Familie Bimüller hat Davide aus Italien ins Herz geschlossen.

Davide ist ein Vollfreffer

Davide, 21 Jahre, kommt aus Italien. Der Abschied von seiner deutschen Gastfamilie in Finsterwalde ist ihm schwer gefallen. Denn er hat seine Zeit als Au-pair sehr genossen. Esther Bimüller spricht über ihre Erfahrungen mit verschiedenen Au-pairs.

Andere Kulturen kennen lernen

Nach Tanja aus der Ukraine kam Nestani aus Georgien, dann Petra aus der Slowakei. „Die drei waren sehr unterschiedlich, und wir machten mit jedem neuen Au-pair-Mädchen andere Erfahrungen – überwiegend positive“, erzählt Esther Bimüller. Die Gymnasiallehrerin weiß andererseits, dass es zuweilen auch trübe Stunden gibt, etwa wenn ein Mädchen Heimweh oder Liebeskummer hat oder wenn es Eingewöhnungsprobleme gibt. „Wichtig ist es, den inneren Kontakt zu den Mädchen nicht zu verlieren und mit ihnen im Gespräch zu bleiben“, sagt Esther Bimüller. Sie und ihr Mann Erwin haben vier Kinder – Jasmin, zehn Jahre, Gesa, sieben Jahre, Adrian, viereinhalb Jahre und Judith, zweieinhalb Jahre. Für die Familie ist die Betreuungsform Au-pair offensichtlich wie maßgeschneidert. „Neben der Möglichkeit für uns und die Kinder, Kontakt mit jungen Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen zu haben, sehen wir natürlich auch den praktischen Aspekt“, sagt Esther Bimüller. „Denn ohne die Unterstützung meiner Au-pair-Mädels hätte ich den Balance-Akt zwischen Beruf und Familie sicher nicht so gut gemeistert.“

Mit Davide einen Volltreffer gelandet

Nachdem das vierte Au-pair-Mädchen kurzfristig absagen musste, gab es einen glücklichen Zufall: Davide, ein 21-jähriger Italiener, hatte sich gerade bei IN VIA Dresden um eine Au-pair-Stelle beworben. „Frau Zörgiebel von der Beratungsstelle rief bei uns an und fragte, ob wir bereit wären, auch einen Jungen zu nehmen“, erinnert sich Esther Bimüller. „Zuerst dachte ich, das geht nicht gut. Aber dann wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Nie hätte ich damit gerechnet, dass ein junger Mann so umsichtig im Haushalt arbeiten kann.“ Mit dem 18-jährigen Italiener hatte die Familie Bimüller in der Tat einen wahren Volltreffer gelandet. „Er war eine super Hilfe im Haushalt und beherrschte bald alles –  Wäsche aufhängen, Bügeln, Abendbrot machen, Kehren und Aufwischen“, zählt Esther Bimüller auf. „Und die Kinder hatten ihn schon bald nach seiner Ankunft ins Herz geschlossen. Davide tollte oft so fröhlich und ausgelassen mit ihnen herum, dass es eine Freude war, ihm und den Kindern dabei zuzuschauen.“

Junge Menschen sind Kindern näher

Von Davides Pasta und seinen unwiderstehlichen Nudelsoßen schwärmen die Gasteltern und –geschwister immer noch. Dass bald wieder köstliche Düfte durch die Küche der Bimüllers ziehen werden, dafür wird Davide persönlich sorgen. „Er möchte in Berlin studieren und hat versprochen, uns dann öfter zu besuchen“, freut sich Esther Bimüller.
Ob sich die Familienmutter auch eine andere Betreuungsform für ihre Kinder vorstellen könnte? „Eigentlich nicht. Mein Mann und ich würden jederzeit wieder ein Au-pair aufnehmen“, sagt Esther Bimüller. „Junge Menschen sind Kindern einfach näher als Erwachsene. Man kann sie formen, und sie sind noch nicht so festgefahren wie zum Beispiel eine ältere Kinderfrau.“ Bis zu Judiths Einschulung möchte die Familie weiterhin mit IN VIA in Dresden in Kontakt bleiben. „Wir haben mit dieser Beratungsstelle die besten Erfahrungen gemacht. Und uns wurde sofort nach Davides Abschied ein neues Au-pair-Mädchen aus Georgien vermittelt“, erzählt Esther Bimüller.

Lena Kaufmann
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