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Kirche für Kids  Seite drucken

Wo zwei oder drei...

Warum es schön ist, Sonntags in die Kirche zu gehen



Am Sonntag, 7. September, wird in der Messe eine Geschichte aus dem 18. Kapitel des Matthäus-Evangeliums vorgelesen. Darin sagt Jesus: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Bestimmt kennt ihr das gleichnamige Lied. Ihr findet es im Anhang der meisten Gotteslobe unter der Nummer 031. Um diese Aussage Jesu und das Lied geht es auch im Briefwechsel zwischen Lukas und seinem neuen Freund Andi.

Lukas und sein Brieffreund Andi

Lukas und Andi haben sich im Urlaub kennen gelernt. Leider wohnen sie 600 Kilometer voneinander entfernt. Aber beide haben versprochen, sich regelmäßig Briefe oder E-Mails zu schreiben und auch mal zu telefonieren. Gestern erst bekam Lukas einen Brief von Andi. Darin beschwert sich sein Freund über seinen Religionslehrer. Am besten lest ihr den Brief und Lukas’ Antwort selber...

Hallo Lukas,

unser Relilehrer ist vielleicht bescheuert! Gestern hat er jeden in der Klasse gefragt, ob er sonntags zur Kirche geht. Ich habe geantwortet: „Beten kann ich auch allein. Da brauche ich nicht zur Kirche zu gehen.“ Stimmt doch! Sonntags morgens kommen schon ganz früh super Sachen im Fernsehen. Meine Eltern schlafen lange. Da kann ich es mir im Wohnzimmer vor dem Fernseher richtig gemütlich machen.

Aber der Relilehrer sah es anders und meinte: „Jesus hat einmal gesagt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Ich habe darauf nichts geantwortet. Am liebsten hätte ich gesagt: Wir sind doch jeden Tag in der Klasse zusammen. Da möchte ich wenigstens am Sonntag mal meine Ruhe haben und den ganzen Tag faulenzen. Findest du nicht auch, dass ich Recht habe? Ich bin gespannt auf deine Antwort.

Dein Andi

Heute hat Lukas seinem Freund eine Antwort geschrieben:

Hallo Andi,

ich könnte mir nicht vorstellen, sonntags nicht zur Kirche zu gehen. Da treffe ich nicht nur Laura und andere Freunde aus meiner Klasse, sondern auch Freunde, die andere Schulen besuchen und die ich nicht jeden Tag sehe.

Meine Eltern gehen mit zum Gottesdienst. Auch sie treffen hinterher immer Leute, mit denen sie noch lange in oder vor der Kirche stehen und reden. Ich habe mal mit meiner Mama darüber gesprochen. Sie hat mir erklärt, dass Christen sich immer schon sonntags zur Feier der Kommunion getroffen haben.

„Wir tun das, weil Jesus an einem Sonntag von den Toten auferstanden ist und weil wir an diesem Tag ganz besonders an ihn denken und mit ihm zusammen sein wollen. Jesus hat ja auch gesagt; ‚Tut dies zu meinem Gedächtnis!’, als er mit den Jüngern Abendmahl feierte“, meinte meine Mutter. Und dann fiel mir eines meiner Lieblingslieder ein, das wir im Kindergottesdienst oft singen: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Aber nun muss ich mit dem Schreiben aufhören. Denn Laura wartet schon auf mich. Ich freue mich auf deine Antwort!

Dein Lukas

Zeichnung: Susanne Mix

Von Margret Nußbaum
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