Integration „A und O jeder Gesellschaft“

Schick ruft zur Einbindung gesellschaftlicher Randgruppen auf
Bamberg - Erzbischof Ludwig Schick hat dazu aufgerufen, die Integration zum Topthema der Gesellschaft zu machen. Nur eine integrierte Gesellschaft bedeute auch eine integre, gute, lebenswerte und glückliche Gesellschaft, sagte er am Freitag anlässlich der Buchpräsentation „Bamberg bewegt. Integration in den Arbeitsmarkt.“ Das Buch befasst sich mit dem Projekt „Integra Mensch“, das Menschen mit Behinderung in Betriebe integriert. Eine Gesellschaft, in der es Sparten und Sektionen gebe, die nichts miteinander zu tun hätten und sich abgrenzten, entfalte nicht ihre Möglichkeiten und enthalte Sprengstoff.Gegenwärtig, so Schick, stelle er mehr Desintegration als Integration in Deutschland fest. Mit gemeinsamen Kräften gelte es, diese Situation zu verändern. Der Bamberger Erzbischof wies darauf hin, dass Integration viele Arbeitsfelder, Erfordernisse und Arbeitsweisen habe: Die Integration von Ausländern und Asylbewerbern, der Arbeitslosen und Hartz IV-Empfänger, die Integration der straffällig Gewordenen, von Demenzkranken und alten Menschen.
Alle Integrationsbemühungen brächten Positives für die Gesamtgesellschaft. „Sie fördern das gegenseitige Kennenlernen, Akzeptanz, Fairness und Toleranz, die eine Gesellschaft integer und glücklich machen“, sagte Schick wörtlich.
Besonders an der Integration von Menschen mit Behinderung zeige sich die Integrationsbereitschaft einer Gesellschaft. Schick lobte das regionale Bamberger Projekt „Integra Mensch“, das sich darum bemüht, Menschen mit Behinderung in normale Abläufe eines Betriebes oder einer Einrichtung einzubinden. Dadurch verbessere sich auch das Arbeitsklima und das Zusammenleben aller.
Abschließend drückte der Bamberger Erzbischof seine Hoffnung aus, dass möglichst viele Menschen sich um Integration bemühen: „nicht Spartendenken, Separation, sondern Integration schenkt uns eine gute Zukunft.“
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