Der Mittelpunkt der Gemeinde

Das Gotteshaus wurde im 13. Jahrhundert erbaut und liegt im Zentrum von Ahrweiler
Umgeben von Weinbergen und inmitten einer gut erhaltenen Stadtmauer liegt die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz. Die dortige Pfarrei St. Laurentius zählt zum Bistum Trier. Fast 7.700 Menschen wohnen in Ahrweiler, mehr als 5.100 davon sind römisch-katholisch.1980 hat man in Ahrweiler eine Römervilla entdeckt. Diese Ausgrabungen lassen darauf schließen, dass schon zur Römerzeit Menschen in einzelnen Siedlungen in der Gegend lebten. Der Name "Ahrweiler" hingegen deutet wohl auf die fränkische Zeit im 6. Jahrhundert hin und geht auf den Flussnamen "Ara" (Ahr) und das lateinische "villare" (kleine Siedlung) zurück. Von einer Pfarrei ist hingegen erstmals 1204 die Rede. Diese stand bis ins 19. Jahrhundert hinein unter der Vorherrschaft der Benediktinerabtei Prüm, sodass bis zur Säkularisation die Benediktinermönche den Pfarrer von Ahrweiler stellten.
Jedes Jahr zieht es zahlreiche Touristen nach Ahrweiler, die auch die Pfarrkirche St. Laurentius besuchen. Die Kirche auf dem Marktplatz bildet den Mittelpunkt der Stadt an der Ahr. Das Gotteshaus wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist die älteste Hallenkirche im Rheinland (das bedeutet, dass das Mittelschiff nicht über die beiden Seitenschiffe herausragt). Die Kirche ist dreischiffig und besitzt zwei Seitenemporen. Zahlreiche Gemälde - exakt 42 Wandmalereien und 564 Gewölbeornamente - schmücken die Pfarrkirche von innen.
Unter den Kirchenfenstern fällt vor allem die Darstellung "Christus als Keltertreter" ins Auge. Dieses Chorfenster zeigt ortsverbundene und heimische Szenen aus der Arbeit eines Winzers und liegt den Menschen im Weinbaugebiet an der Ahr somit besonders am Herzen. Die imposante Orgel wurde erst 1989 neu angeschafft und zählt 3412 Pfeifen.
