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Die Messdiener von St. Laurentius

Messdiener in einer Reihe
© KNA
Viele Jungen und Mädchen sind in St. Laurentius als Messdiener aktiv.

Zahlreiche Minis dienen in der Gemeinde im Norden von Rheinland-Pfalz

Bad Neuenahr-Ahrweiler - Über 150 Ministranten gehören zur Gemeinde Sankt Laurentius. Große, die schon studieren und nur noch an Weihnachten oder Ostern im Gottesdienst helfen. Und kleine, die gerade zur Erstkommunion gegangen sind und nun eine Ausbildung zum Messdiener machen. Dabei lernen sie, wie ein Gottesdienst abläuft und welche Aufgaben auf sie warten. Der erste Einsatz der Messdiener ist dann im Sommer, wenn die älteren Jahrgänge für zehn Tage ins Zeltlager fahren. Dann können die Neuen zeigen, was sie gelernt haben.

Für den liturgischen Dienst der Kinder ist der Obermessdiener der Pfarrei zuständig, für die Freizeitgestaltung die Jugendgruppenleiter. Pro Jahrgang gibt es drei Messdiener-Gruppen - Jungen und Mädchen getrennt. Einmal in der Woche treffen sich die Kinder und Jugendlichen mit ihren Gruppenleitern. Dann spielen die Jungen meistens Fußball, die Mädchen basteln. "Klingt ziemlich klischeehaft, aber genauso wollen sie es haben", sagt Erik Wollersheim (18), der eine Jungengruppe betreut. 

Über der Gemeindebibliothek gibt es einen frisch renovierten Jugendraum mit Billardtischen und Beach-Bar für antialkoholische Partys. Daneben auch einen Videoraum zum Filme gucken, eine Bastelzimmer und eine Küche, in der die Gruppen kochen - Jungs genauso wie Mädels.

Vom Messdiener zum Gruppenleiter

"Es ist schon eine ziemliche Herausforderung, so eine Gruppe kleiner Jungs in Zaum zu halten", sagt Erik. "Aber es macht Spaß und das entschädigt für einiges." Die größte Bestätigung sei, dass die Jungen immer wieder gerne kämen, auch wenn sie auf weiterführende Schulen gingen und dort neue Freunde fänden: "Die meisten haben dann zwei Freundeskreise, den aus der Gemeinde und den aus der Schule und trotzdem versuchen sie, das unter einen Hut zu kriegen."

Erik war früher selbst Messdiener und hat sich genau wie Philipp Münch (18) dafür entschieden, eine Ausbildung zum Gruppenleiter zu machen. "Die Alternative ist, dass man aufhört", sagt Philipp, mit 16 Jahren müsse man sich entscheiden. "Als ich zum letzten Mal beim Zeltlager dabei war, konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass damit Schluss sein soll – es macht einfach zu viel Spaß", sagt er. Jetzt fährt Philipp als Gruppenleiter mit.

Die Ausbildung dazu dauert von Januar bis Mai. Ausbildungsleiter sind der Kaplan und eine Pastoralreferentin aus dem Dekanat. Mit ihnen treffen sich die 16-Jährigen einmal pro Woche und lernen einiges über Jugendschutz, Erlebnispädagogik, Erste Hilfe und Glaubensvermittlung. Quasi als Gesellenstück organisieren die neuen Leiter dann einen Tag für die Messdiener. Danach übernehmen sie eigene Gruppen, bis sie irgendwann zum Studium oder zur Ausbildung in eine andere Stadt ziehen.

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