Filmkunst
Bild: © DBK
Augenblicke - Kurzfilme im Kino
Kurzfilmtage 2009
"Augenblicke – Kurzfilme im Kino" spürt seit 1992 Kurzfilme auf, die im täglichen Kinogeschäft à la Hollywood kaum eine Plattform finden würden. Doch auch die unkonventionellen Kurzfilme freier Autoren, Studenten an Filmhochschulen und sonstigen Filmkünstlern haben einen besonderen Charme. Mit dem Projekt unterstützt die Kirche besonders junge Filmemacher dabei, ihre Produktionen bekannter zu machen. Für das Programm 2009 wurden zwölf Produktionen aus mehreren Ländern zusammengestellt. Neben den klassischen Kurzspielfilmen finden sich auch zwei Animationsfilme.
Übersicht
Das Programm der Kurzfilmtage 2009
Hier erfahren Sie, wo und wann die zwölf Kurzfilme in einem Kino in Ihrer Nähe laufen
Von Januar bis April 2009 werden die internationalen Produktionen in ganz Deutschland gezeigt.
Bild: © dbk
weiter
Kurzspielfilm
15 Minuten Wahrheit
Deutschland 2007, 18 Minuten
Regie und Buch: Nico Zingelmann
Produktion: Jean-Yuong Kwak, Birke Birkner
Schnitt: Marco Baumhof
Musik: Christopher Bremus
Ton: Daniel Weiss
DarstellerInnen: Herbert Knaup, Christoph Bach, Andrea Sihler, Peter Silbereisen und andere
Dem 50-jährigen Georg Komann wird gemeinsam mit seinen Freunden überraschend gekündigt. Sie stehen vor dem persönlichen Aus. Zu jung für die ohnehin magere Rente und zu alt um neu angestellt zu werden – und die Firma will keine Abfindungen zahlen. Komann schmiedet einen riskanten Plan, mit dem er sich und seinen Freunden die Zukunft sichern könnte. Er setzt alles auf eine Karte und bittet seinen Chef um ein Gespräch. Das Gespräch dauert 15 Minuten und könnte sein Leben verändern – in jedwede Richtung.
Nico Zingelmann
Geboren 1977, seit 1997 Sprecher für Funk- und TV-Werbung, 1996-2001 Schauspielunterricht, Schauspieler für Theater und Fernsehen. Seit 2001 Regisseur und Regieassistent. Absolvent der Hollywood Masterclass 2005 an der UCLA California/USA. 2001-2005 Studium der szenischen Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Auszeichnungen (Auswahl): Unlimited #2 Internationales Film Fest Köln 2007: 1. Preis der Jury; Filmfestival Münster 2007: Publikumspreis; First Steps Award 2007 und DeutscherKurzfilmpreis 2007
Animationsfilm
Apfelbaum
Deutschland 2006, 4 Minuten
Regie, Animation, Buch, Kamera:Julia Ocker, Moritz Schneider
Musik: Andreas Köhler
Kleingärtner und der menschliche Makel…
Julia Luisa Ocker
Geboren 1982 in Pforzheim. 2003 bis 2006 Studium der Visuellen Kommunikation an der HS Pforzheim, seit 2006 Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg, Bereich Animation. Filme (Auswahl): „Trailer Cartoon Forum“ (2008); „Kool Creeper“ (Musikvideo, 2008); „Gott und die Welt“ (2008)
Moritz Schneider
Geboren 1982 in Sonthofen. Ausgebildeter Mediengestalter in Bild und Ton. Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg, Bereich Animation.
Filme (Auswahl): „Trailer Cartoon Forum“ (2008); „Kool Creeper“ (Musikvideo, 2008)
Kurzspielfilm
Soft
Großbritannien 2006, 14 Minuten
Regie, Buch und Schnitt: Simon Ellis
Produktion: Jane Hooks
Kamera: Chris Ross
Musik: Tom Bailey, Simon Ellis
Ton: Susan Pennington
Darsteller: Matthew O’Shea, Jonathan Phillips, Michael Socha
Ein Vater entdeckt die Ängste seiner Kindheit erneut, am schlechtesten aller Zeitpunkte.
Simon Ellis
Filme (Auswahl): „Dogging: A love story“ (2008); „What about the bodies“ (2003). Auszeichnungen (Auswahl): IKFF Hamburg 2007: Publikumspreis & Special Jury Mention; Toronto 2007: Bester Kurzspielfilm; Capalbio 2007: Beste Regie
Kurzspielfilm
Careful with that axe
Neuseeland 2008, 2 Minuten
Regie, Buch, Kamera: Jason Stutter
Ton: Matt Stutter
Ein Junge versucht, mit der messerscharfen Axt seines Vaters Feuerholz zu hacken. Er findet die Axt unglaublich schwer, so schwer, dass er die Balance hält, indem er seinen nackten Fuß auf dem Hackblock abstützt ... oh oh!
Jason Stutter
Filme (Auswahl): „Tongan Ninja“ (2002); „Fizz“ (1999)
Kurzspielfilm
Hilda und Karl
Deutschland 2007, 13 Minuten
Regie: Toke Constantin Hebbeln
Buch: Christian Fehling
Produktion: F. Lueches, U. Lehmann
Kamera: Felix Novo de Oliveira
Schnitt: Julia Karg
Musik: Vladimir Martinka
Ton: Julian Peuker
Die junge Fabrikarbeiterin Hilda ist in ihren Chef Karl verliebt. Eines Tages findet sie sein Portemonnaie. Dieser Fund scheint eine Annäherung zu erleichtern, sie gerät jedoch in eine schräge und beklemmende Situation. Wird sie es schaffen, sein Herz zu erobern?
Toke Constantin Hebbeln
Geboren 1978 in Itzehoe. 2000 bis 2001 Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie in Freiburg und Berlin. Ab 2002 Studium der szenischen Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Arbeit unter anderem als Regieassistent und Regisseur.
Filme (Auswahl): „Nimmermeer“ (2006); „Seance“ (2005); „Mach mich los/ Täter“ (2004)
Kurzspielfilm
Tembur
Deutschland 2007, 7 Minuten
Regie: Hannes Treiber
Buch und Musik: Serkal Kus
Produktion: Hamburg Media School, Stephanie M. Blum
Kamera: Florian Kirchler
Schnitt: Mark Heizmann
Ton: Einar Marell, Thomas Svensson, Felix Müller
DarstellerInnen: Dietmar Rüttiger, Kimberly Laubinger und andere
Ein kurdischer Immigrant reagiert auf Nähe mit Gewalt. Seine 11-jährige Tochter provoziert ihn, sich seiner traumatischen Vergangenheit zu stellen.
Hannes Treiber
Geboren 1980 in Riedlingen. 2001 bis 2006 Studium der Audiovisuellen Medien an der Fachhochschule Stuttgart. Praktika bei verschiedenen Fernsehsendern und Filmproduktionsfirmen. Seit 2006 Filmregiestudium an der Hamburg Media School.
Auszeichnungen (Auswahl): Int. College Peace Film Festival Seoul: Gold Prize; Kurzfilmfestival Prädikat Wertvoll, Kufstein: 3. Preis; Cyprus International Short Film Festival, Nikosia: bester Schnitt.
Filme (Auswahl): „Zerbrochene Flügel" (2007); „Wolfskinder" (2006); „Vom Wiesel und anderen Bestien" (2002)
Kurzspielfilm
Rob
Neuseeland 2007, 9 Minuten
Regie, Buch und Produktion: Niko Kühnel
Kamera: Jon Dazeley
Schnitt: Callum Taylor
Musik: Nicolas Brikke, Lee Tasker
Ton: David Griffiths
Darsteller: James Stewart
Es ist nicht immer leicht, seine Ziele zu erreichen. Und manchmal scheitert man, obwohl man doch eigentlich an alles gedacht hat. Rob macht diese Erfahrung bei seinem Vorhaben, eine Bank auszurauben.
Niko Kühnel
Geboren 1982 in Frankfurt am Main. Seit 2003 Studium der Filmwissenschaft, Philosophie und Psychologie an der Universität Mainz, seit 2004 Arbeit im Bereich Schnitt und Endfertigung für Campus TV Mainz. Juni bis November 2006 Studium der Filmwissenschaft an der Victoria University Wellington, Neuseeland. Filme (Auswahl): „Prüfungsstress“ (2008); „Timo und der Tod; „Zeittöter“ (2008). Auszeichnungen (Auswahl): Kurzfilmtage Thalmässing 2008: 2. Platz Publikumspreis; FILMZ Mainz 2007: 3. Platz Rhein-Main-Rolle Publikumspreis; Festival der Nationen, Ebensee 2008: Silberner Bär
Kurzspielfilm
Spielzeugland
Deutschland 2007, 14 Minuten
Regie: Jochen Alexander Freydank
Buch: Johann A. Bunners, Jochen Alexander Freydank
Kamera: Christoph "Cico" Nicolaisen Schnitt: Anna Kappelmann
Ton: Martin Hertel
DarstellerInnen: Julia Jäger, Cedric Eich, Tamay Bulut Özvatan und andere
Deutschland 1942. Um ihren Sohn Heinrich zu schützen, versucht Marianne Meissner ihn glauben zu lassen, dass die jüdischen Nachbarn bald verreisen müssen. Ins Spielzeugland. Eines Morgens sind die Nachbarn dann verschwunden - Heinrich ebenfalls.
Jochen Alexander Freydank
Filme (Auswahl): „Dienst" (2003); „Notfall" (2001) ); „Glückliches Ende" (2001).
Auszeichnungen (Auswahl): Murnau-Kurzfilmpreis 2008; Odense Film Festival 2008: Bester Kinder-/Jugendfilm; 52. Semana Internacional de Cine de Valladolid 2007: Hauptpreis
Kurzspielfilm
Love is hard as walls
Deutschland 2007, 2,5 Minuten
Regie: Marvin Kren
Buch: Benjamin Hessler
Produktion: Hamburg Media Scool, Nicholas Reichelt
Kamera: Julia Lohmann
Schnitt: Michael Venus
Musik: Peter Folk
Ton: Kalle Blank
Darsteller: Eric Schäffler, Hendrik von Bültzingslöwen
Ein verlassenes Gebäude steht vor dem Umbau. Ein Bauleiter geht durch einen Korridor und markiert die abzureißenden Wände, die voller Kunst sind. Von ihm unbemerkt bearbeitet ein junger Mann im Nachbarraum die Wand und versucht, seine Bilder aus dem Gemäuer zu schlagen, um sie zu bewahren. Es kommt zu einer bizarren Begegnung…
Marvin Kren (Regie)
Geboren 1980 in Wien. 2000 bis 2004 Wirtschaftsstudium in Wien und Antwerpen. 2001 bis 2005 Arbeit als Schauspieler und Regieassistent. Seit 2003 Kurzfilme, Werbefilme und Dokumentationen. 2006 Filmstudium an der Hamburg Media School.
Filme (Auswahl): „Dance with John Starks!“ (2006); „Life and work for gw“ (2005); „The Congress“ (2004)
Nicholas Reichelt (Produktion)
Geboren 1969 in Reinbek. Seit 1992 Arbeit bei mehreren Film- und Fernsehproduktionen. Seit 2002 realisiert er eigene Filmprojekte, seit 2006 Partner der Filmproduktionsfirma „wrong directions“ und Student in der Produktionsklasse der Hamburg Media School.
Filme (Auswahl): „Security“ (2006); „Bungalow“ (2001/02)
Kurzspielfilm
Trickot - Das T-Shirt
Tschechische Republik 2006, 10 Min
Regie und Buch: Hossein Martin Fazeli
Kamera: Tomas Sabo
Ton: Martin Hejl Musik: DFL & Domora, Pete Williams
Darsteller: Marian Mitas, Andrej Kovac
Marc Pollack ist Amerikaner, seine Mutter stammt aus der Slowakei. Auf der Reise durch das Land seiner Mutter gelangt er in ein kleines Geschäft. Schnell kommt er mit dem Verkäufer Tomáš Dubèek ins Gespräch, der unter einer amerikanischen Flagge an der Kasse steht. Der freundschaftliche Dialog schlägt bald um in eine heftige Auseinandersetzung. Beschimpfungen und Missverständnisse treiben den Streit zur gewalttätigen Eskalation …
Hossein Martin Fazeli
Geboren 1966, unabhängiger Filmregisseur, wohnt in Vancouver, Kanada. Seit zehn Jahren Tätigkeit in verschiedenen Bereichen der Filmproduktion in Europa und Nordamerika. Zahlreiche Kurz- und Dokumentarfilme. Seine Filme haben mehr als 37 internationale Preise gewonnen. Filme (Auswahl): „The blind man“ (2006); „How would you feel in a different skin? (2005); „The journey“ (2005) Auszeichnungen (Auswahl): Clermont-Ferrand Short Film Festival 2007: Youth Jury Award; CAN 2006 Leicester Internat. Short Film Festival: Golden Monkey Award for Best Screenplay
Animationsfilm
Citoplasma en medio ácido
Spanien 2004, 4 Minuten
Regie: David Gautier, Irene Iborra Rizo, Eduard Puertas Anfruns
Produktion: Irene Iborra Rizo
Eine Vorlesung, die langweilt, kann zu ungeahnten Konsequenzen führen. Ein surrealer Animationsfilm, der humorvoll und präzise sein Thema umsetzt.
David Gautier
Geboren 1979, 2000-2004 Studienabschlüsse an Kunsthochschulen in Lyon, Poitiers und Barcelona. Filme (Auswahl): „Contes Célestes“ (2004/05); „L’invitation au voyage“ (2005); „L’ hareng saur“ (2005)
Auszeichnungen (Auswahl): Barcelona VisualSound 2004: Publikumspreis Trickfilme; IV Caos Shortfilm Festival 05. Bilbao, 1. Preis Trickfilme; Minima 2005: 1. Preis Trickfilme
Kurzspielfilm
Wenn das Licht ausgeht
Rumänien 2006, 8 Minuten
Regie und Buch: Igor Cobileanski
Kamera: Sergiu Babara
Schnitt: Alexandra Gulea
Musik: Aurel Ionita, Graieste Moldoveneste
Ton: di BASA
DarstellerInnen: Mihai Ciolac, Sergiu Voloc, Ion Sandu, Sergiu Cretu und andere
In einem armen, vom schnellen Geld besessenen Land sind 100 Dollar genug, um für einige Minuten den Verstand zu verlieren. Die Mitglieder einer Rockband kommen auf eine Wette: Wenn man eine Glühbirne in den Mund steckt, kann man sie nicht wieder rausziehen. So absurd die Idee auch erscheint, erweist sie sich doch als ansteckend.
Igor Cobileanski
Geboren 1974 in Comrat, Moldawien. Filmstudium in Rumänien. Lebt und arbeitet in Rumänien und Moldawien. Filme (Auswahl): „Inspiration“ (2007); „Sasha, Grisha & Ion“ (2006)