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Vatikan 26.12.08 Seite drucken

Papst: Befreit alle Entführten!

© Radio Vatikan

Benedikt XVI. fordert Freilassung von Ordensfrauen

Vatikanstadt - An Weihnachten spüre man stärker als an andere Tagen, dass es auf der Welt immer noch viel Leid gibt, so Papst Benedikt XVI. beim Angelusgebet am Stephanstag auf dem Petersplatz. Vor mehreren Tausend Pilgern und Besuchern betonte das katholische Kirchenoberhaupt, dass mit der Geburt Jesu die Liebe den Hass und das Böse besiegt habe. Deshalb denke er in diesen Tagen besonders an all jene, die leiden.

„Meine Gedanken gehen unter anderem an die beiden italienischen Ordensschwestern Maria Teresa Olivero und Caterina Giraudo, die zusammen mit ihren örtlichen Mitarbeitern vor mehr als anderthalb Monaten im Norden Kenias entführt wurden“, sagte Bededikt XVI. Er wünsche sich, dass sie und alle Entführten auf der Welt in diesen Stunden die Nähe des Papstes sowie die Solidarität der gesamten Kirche spürten.“

Der Papst rief deshalb alle Gläubigen auf, für die Entführten in Lateinamerika, im Nahen Osten und in Afrika zu beten.

„Der Herr, der uns durch seine Geburt die Liebe gebracht hat, möge die Herzen der Entführer berühren und sie dazu verleiten, die Gefangenen zu befreien, damit die Entführten wieder ihre Arbeit für ihre Mitmenschen verrichten können“, bat der Papst. Eine solche Arbeit hätten die beiden entführten italienischen Ordensschwestern bisher vorbildlich verrichtet, indem sie sich für die ärmsten Mitbrüder einsetzten.

Schwester Caterina Giraudo und Schwester Maria Teresa Olivero von der Kontemplativen Missionsbewegung Pater de Foucauld in Cuneo (Italien) waren am 10. November aus ihrer Mission in El-Wak im Nordosten Kenias rund 10 Kilometer von der Grenze von Somalia entfernt verschleppt worden. Seither fehlt jegliche Spur der beiden Ordensfrauen.

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