Diözese investiert Millionen für Kinder und Familien

Pläne für 2009: Grundsanierung des Karlsheims im Westerwald
Limburg/Kirchähr - Das Bistum Limburg wird in den kommenden Jahren mehr als neun Millionen Euro für die Zukunftssicherung von Familien- und Jugendbildungshäusern ausgeben."Mit diesen Investitionen setzen wir Prioritäten und ein klares Signal: Wir müssen uns als Kirche für Kinder, Jugendliche und Familien in besonderer Weise engagieren", betont Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Bereits 2009 wird die Generalsanierung (Kosten etwa 3,6 Millionen Euro) des Karlsheims in Kirchähr (Westerwald) starten.
"Wir freuen uns, dass die Arbeiten hier in Kirchähr beginnen und sind glücklich darüber, dass wir nach der Sanierung noch besser auf die Bedürfnisse unserer Gäste, besonders unserer Gäste mit Behinderungen eingehen können", erklärt Johannes Schmitt, Leiter des Karlsheims. In einem zum Jahreswechsel veröffentlichten Videofilm informiert Johannes Schmitt über die geplante Generalsanierung.
Zurzeit verbinden mehr als 140 Treppenstufen die verschiedenen Hauseinheiten. Nach der Sanierung soll ein Aufzug drei Hausteile miteinander barrierefrei erschließen. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Sanierung ist die Energie- und Heizungsanlage der Bildungsstätte.
Da sich im Bistum Limburg seit einigen Jahren erfolgreich ein Umweltmanagement etabliert, wird auch bei der Generalsanierung auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit geachtet. Zudem werden die Gästezimmer an den bundesweit üblichen Standart der Jugendherbergen angeglichen. Bei allen Sanierungsarbeiten soll "Kirchähr allerdings Kirchähr bleiben", wie Einrichtungsleiter Schmitt betont. "Ganze Generationen haben religiöse Wurzeln in unserem Haus", berichtet Schmitt. Deshalb soll das Karlsheim auch künftig ein Ort sein, an dem Glauben erlebbar wird.
"Tagungshäuser sind zunehmend wichtige Orte der Seelsorge, weil viele Erfahrungen vor Ort nicht mehr möglich sind", erklärt auch Hildegard Wustmans, Dezernentin für Kinder, Jugend und Familie des Bistums Limburg.
Grund dafür: Viele Kinder wachsen ohne Geschwister auf, die Gruppenarbeit mit Jugendlichen in den Pfarreien wird durch veränderte Rahmenbedingungen in den Schulen (Stichwort "G8" und Ausbau von Ganztagsangeboten) immer schwieriger, und für den Austausch mit anderen Eltern oder das Erleben von Großeltern bleibt im Arbeitsalltag wenig Raum.
Auf diese Herausforderungen können die kirchlichen Tagungshäuser nach Angaben der Dezernentin "eine Antwort geben und das Bistum Limburg will dies auch tun".
Bearbeitet von katholisch.de
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