"Familie ist Kirche im Kleinen"

Botschaft des neuen Familienbischofs Tebartz-van Elst zum Familiensonntag 2012
Als neuer Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie (XI) der Deutschen Bischofskonferenz grüße ich Sie auf diesem Weg sehr herzlich. Zugleich freue ich mich, dass ich Ihnen die familienpastorale Arbeitshilfe zum Familiensonntag am 15. Januar 2012 unter dem Motto "Ehe und Familie – Liebe miteinander leben. Alle ziehen an einem Strang?" vorstellen kann."Alle ziehen an einem Strang", sagt man, wenn man ausdrücken will, dass sich alle solidarisch für eine gemeinsame Sache einsetzen. Der Apostel Paulus begreift das als ein Gebot unseres Glaubens: "Einer trage des anderen Last …" (Gal 6,2). In Bezug auf die Familie ist dieser Gemeinschaftsaspekt von zweifacher Bedeutung:
Zur Person
Franz-Peter Tebartz-van Elst ist seit Oktober 2011 neuer Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie bei der Deutschen Bischofskonferenz. Er ist zudem Bischof der Diözese Limburg.
Familie als Ort der Solidarität
Ein Leben in der Familie hat nach wie vor für die meisten Menschen in unserem Land einen besonders hohen Stellenwert. Dennoch müssen wir feststellen, dass dies aus verschiedenen Gründen vielfach erschwert ist. Die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft entscheidet sich besonders an der Frage der Familie: Ein familienfreundliches Klima ist zugleich ein menschenfreundliches Klima.
Familien brauchen Solidarität. Hier gilt es kirchlich und gesellschaftlich "an einem Strang zu ziehen", damit sie ihre besondere Berufung verwirklichen können. Weil die Familie ein besonderer Ort der Solidarität ist, hat sie selbst besondere Solidarität verdient. Um beide Aspekte geht es am Familiensonntag 2012, der sich als eine Ermutigung zu gelebter Solidarität in Familien und für Familien versteht.
Für Ihr Engagement in der Ehe- und Familienpastoral wünsche ich Ihnen Gottes Segen!
Ihr Franz-Peter Tebartz-van Elst
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