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Darstellung des Herrn

Darstellung des Herrn,  Altarbild von Ambrogio Lorenzetti
© Gemeinfrei
Das Altarbild von Ambrogio Lorenzetti zeigt, wie Maria ihren Sohn Jesus zu den Priestern im Tempel bringt.

Traditionell wird der Feiertag am 2. Februar "Mariä Lichtmess" genannt

"Am 2. Februar feiern wir  'Darstellung des Herrn'“, erzählt die Religionslehrerin den Kindern. "Was heißt eigentlich Darstellung?", möchte Laura wissen. Die Lehrerin antwortet: "Heute würde man 'vorstellen' sagen. Maria und Josef brachten Jesus nach Jerusalem in den Tempel. Sie stellten Gott 40 Tage nach der Geburt ihr Baby vor, dankten ihm und brachten zwei Tauben als Opfer dar. Das war damals so Sitte."

Die Begegnung mit Simeon

"Maria und Josef trafen im Tempel einen alten Mann", sagt Lukas. "Diese Geschichte habe ich schon einmal in der Bibel gelesen." "Stimmt", meint die Lehrerin. Und sie erzählt weiter: "Im Tempel begegnete die Familie dem alten Simeon. Er wusste, dass er nicht eher sterben würde, bis er den Messias gesehen hätte. Und als Simeon Jesus sah, wusste er, dass dieses kleine Kind der Messias war. Er pries Gott mit den Worten: 'Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel’. Wenn ihr möchtet, könnt ihr die Stelle noch einmal nachlesen. Sie steht im zweiten Kapitel des Lukas-Evangeliums, Vers 29-32."

Jesus – das Licht der Welt

"Jesus ist wirklich das Licht der Welt!"“, ruft Laura. "Darüber haben wir ja schon öfter gesprochen." "Ja", antwortet die Lehrerin. "Jesus hat ja auch einmal gesagt 'Ihr seid das Licht der Welt’. Was könnte er wohl damit gemeint haben?" David meldet sich und sagt: "Dass wir gut miteinander umgehen." Anja meint: "Dass wir anderen von Jesus erzählen." Und Peter sagt: "Dass wir nicht immer nur an uns denken." "Alles richtig!", lobt die Lehrerin. "Jesus, das Licht der Welt, hat sein Licht an uns weitergegeben, damit wir die Welt heller und freundlicher machen." Sprichwörter über das Licht gibt es viele. Oft stammen sie aus der Bibel, zum Beispiel ‚sein Licht unter den Scheffel stellen’.

Was heißt eigentlich Scheffel?

Die Lehrerin erzählt weiter: "Jesus hat in seiner Bergpredigt gesagt: ‚'Man zündet nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter, dann leuchtet es allen im Haus’. Auch diese Stelle findet ihr in eurer Bibel, nämlich im fünften Kapitel des Matthäus-Evangeliums, Vers 15." "Hat Jesus nicht 'Scheffel’ gesagt?", möchte Kathrin wissen. "Nein", antwortet die Lehrerin. "Scheffel nannte man früher in der Landwirtschaft ein Gefäß für Getreide. Er ist aber auch ein altes Maß. Ein Scheffel war etwa so viel wie 177 Liter." "Ich kenne noch ein Sprichwort!", ruft Laura. "Wenn ich etwas zuerst nicht verstehe und dann wohl, geht mir ein Licht auf." "Klar!", lacht Lukas. "Wenn du mal wieder eine Textaufgabe nicht kapierst und ich sie dir erkläre!" "Angeber!", zischt Laura.

Von Margret Nußbaum
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