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Flaggenmeer
Vergleich
Bild: © Dieter Haugk/PIXELIO

So finanziert sich die Kirche in anderen Ländern

Spenden, Kollekten, Beiträge und Steuern

Das Kirchensteuersystem, wie wir es in Deutschland kennen, gibt es nur in wenigen Ländern der Welt. In den USA ist es sogar verboten Kirchensteuer einzuziehen. Dort finanziert sich die Kirche, wie auch in vielen anderen Ländern, vorrangig aus Spenden. Was in den USA gut funktioniert bereitet in Frankreich Probleme. Viele Priester verdienen so wenig, dass sie zusätzlich einen Nebenberuf ausüben müssen.
Großbritannien

Eigenes Vermögen

Flagge von Großbritannien
© Wikipedia

Kirche finanziert sich selbst

Kirche und Staat sind in Großbritannien noch relativ eng miteinander verflochten. Eine Enteignung der Kirchen wie in Frankreich und Deutschland hat es hier nie gegegeben, daher kann sie sich heute gut aus den Erträgen ihrer Vermögen, Spenden und Kollekten finanzieren.

Niederlande

Freiwilliger Kirchenbeitrag

Flagge der Niederlande
© Wikipedia

Förderung durch den Staat

Rund 70 Prozent ihrer Einnahmen erhält die niederländische Kirche seit einigen Jahren aus einem freiwilligen Kirchenbeitrag, der Spenden und Sammlungen ergänzt. Kirchliche soziale Einrichtungen und Schulen fördert der niederländische Staat.

Österreich

Ein Beitrag für die Kirche

Flagge von Österreich
© Wikipedia

Pfarrgemeinden ziehen ein

In Österreich zahlen die Mitglieder einen Kirchenbeitrag, der 1,1 Prozent ihres Einkommens ausmacht. Die Kirchen ziehen diesen ohne Amtshilfe der Länder ein. Die katholische Kirche erhebt den Beitrag über die Pfarrgemeinden. Der restliche Finanzbedarf wird durch Spenden und Kollekten gedeckt.

Italien

Steuerzahler hat die Wahl

Flagge von Italien
© Wikipedia

Kirche oder humanitäre Zwecke

In Italien kann der Steuerzahler einen Anteil seiner Steuerschuld entweder der Kirche oder humanitären Zwecken zugute kommen lassen. Wie hoch diese Zuwendung ist, wird alle drei Jahre in Verhandlung zwischen Staat und Kirche festgelegt.
Frankreich

Angespannte Finanzsituation

Nationalflagge von Frankreich
© Wikipedia

25 Prozent aus Kultbeitrag

In Frankreich finanziert sich die Kirche zu drei Vierteln aus Spenden und Kollekten. Der Rest stammt aus einem Kultbeitrag - etwa ein Prozent vom Einkommen der Kirchenmitglieder. Die finanzielle Situation ist angespannt, die Priester schlecht bezahlt. Viele müssen einen weltlichen Nebenberuf ausüben.
Spanien

Zwei Drittel vom Staat

Flagge von Spanien
© Wikipedia

40 Prozent unterstützen die Kirche

Spanische Steuerzahler können 0,52 Prozent der Steuern für soziale oder kirchliche Zwecke spenden. Über 40 Prozent der Bevölkerung unterstützen damit die Kirche. Rund 30 Prozent der kirchlichen Ausgaben können so gedeckt werden. Die restlichen zwei Drittel schießt der Staat zu.

USA

Mit Fundraising Sponsoren finden

Flagge der USA
© Wikipedia

Kirchensteuer gesetzlich verboten

In den USA ist die Erhebung einer Kirchensteuer gesetzlich verboten. Die Kirche finanziert sich zur Hälfte aus Spenden. Über breit angelegte Fundraisingkampagnen spricht sie Sponsoren an. Weitere Mittel erhält die Kirche in den USA aus eigenen Erträgen ihres großen Vermögens.

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