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Der Prinz von Ägypten

Filmszene aus Die Zehn Gebote: Sklaven schuften in Ägypten
© Paramount Pictures
Irsaeliten mussten als Sklaven in Ägypten schuften (Filmszene aus Die Zehn Gebote).

Mose wird von seinen eigenen Landsleuten verraten

Als Mose größer wurde, erzählte seine Mutter Jochebed ihm von Gott: "Er hat dich vor dem Tod gerettet und wird gut auf dich aufpassen – auch wenn du von mir gehst und im Palast des Königs leben wirst. Gott hat unseren Vätern versprochen, sein ganzes Volk aus der Sklaverei zu befreien. Denke immer daran und vertraue auf ihn."

Mose verehrt den Gott seines Volkes

Dann kam der Tag, an dem die Prinzessin Mose in den Palast bringen ließ. Er bekam schöne Kleider, gutes Essen und Unterricht in Schreiben, Lesen, Mathematik und vielen anderen Fächern. Denn in ganz Ägypten legten die Menschen viel Wert auf Bildung.

Doch Mose vergaß darüber nie, dass er ein Israelit war. Er verehrte den Gott seines Volkes, aber nicht die vielen Göttinnen und Götter der Ägypter. Oft sah er israelitische Männer, die als Sklaven schwer arbeiten mussten und oft misshandelt wurden. Das machte Mose wütend.

Verraten von den eigenen Landsleuten

Eines Tages wurde Mose Zeuge, wie ein Ägypter einen israelitischen Sklaven zu Tode schlug. Mose geriet darüber in Zorn. Er tötete den Ägypter und begrub ihn anschließend. Mose glaubte, dass niemand ihn beobachtet hatte. Am nächsten Tag traf er zwei Israeliten, die sich heftig stritten. Mose redete ihnen ins Gewissen: "Ihr seid beide Israeliten und solltet zusammenhalten. Hört auf zu streiten!"

Doch einer der Männer schrie Mose an: "Was bildest du dir ein? Willst du mich vielleicht auch töten wie gestern den Ägypter?" Mose war entsetzt. Es hatte also doch einen Zeugen gegeben. Bald hatte sich die Nachricht von Moses Tat bis zum Palast herumgesprochen. Der König war außer sich vor Zorn und wollte Mose töten lassen. Doch Mose gelang die Flucht. Er war enttäuscht. Seine eigenen Landsleute hatten ihn verraten.

Aufbruch in das Land Midian

Mose zog in das Land Midian. Als er dort ankam, setzte er sich müde und durstig von der langen Wanderschaft an eine Quelle. Da sah er sieben Mädchen auf sich zukommen. Es waren Schwestern, die Wasser holen wollten, um die Tränken für die Schafherden ihres Vaters zu füllen. Einige Schafhirten drängten die Schwestern beiseite und wollten zuerst Wasser schöpfen.

Da sprang Mose auf, verwies die Hirten in ihre Schranken und schöpfte für die Mädchen so viel Wasser, wie sie brauchten. Als die sieben Schwestern heim kamen, wunderte sich ihr Vater Jitro: "Warum seid ihr denn schon so früh zurück?" Die Mädchen erzählten ihm: "Einige Hirten wollten uns wegdrängen. Aber ein ägyptischer Mann hat uns vor ihnen beschützt und Wasser für uns geschöpft."

Da sprach Jitro: "Lauft schnell zur Quelle zurück und ladet den Fremden zum Essen ein!" Die Mädchen liefen los und brachten Mose zu ihrem Vater. Mose blieb bei Jitro und kümmerte sich um seine Herden. Und eines Tages heiratete er Zippora, eine von Jitros Töchtern.

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