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Seniorenwohnen  Seite drucken

Wohnheime - die Klassiker

Alte Frau beobachtet ihren Wellensittich im Käfig
© KNA
In einigen Seniorenheimen sorgen Haustiere bei den Bewohnern für gute Laune.

Von der Kurzzeitpflege bis zur Seniorenresidenz

Das Durchschnittsalter in Senioren und Pflegeheimen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Viele Menschen bleiben so lange wie möglich zu Hause und wählen die sichere Versorgung einer stationären Einrichtung erst, wenn es gar nicht mehr anders geht.

Seniorenwohnheim

Im Seniorenheim leben die Bewohner in eigenen Appartements, daneben gibt es Gemeinschaftsräume im Haus für gesellige Veranstaltungen. Ältere Menschen, die Ihren Haushalt nicht mehr führen können und für die häusliche Pflege nicht ausreicht, werden im Seniorenheim versorgt und betreut.

Hauseigenes Personal ist rund um die Uhr für die alten Menschen da. Daneben gibt es meist einen umfangreichen Service vom Hausmeister über Fahrdienste, Wäscheservice, Fußpflege und Krankengymnastik, bis hin zu Verwaltungsdienstleistungen.

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für Pflege, medizinische Versorgung und Betreuung. Je nach Pflegestufe zahlt sie monatlich bis 1.023 Euro (Stufe 1), 1.279 Euro (Stufe 2) und 1.432 (Stufe 3). Nicht selten liegen die Kosten jedoch höher.

Altenpflegeheim

Altenpflegeheime bieten Ihren Bewohnern Pflege rund um die Uhr, Verpflegung, gesellige Veranstaltungen und Beschäftigungstherapie. Die Senioren leben in  Wohnräumen mit Badezimmer, Wohnschlafzimmern ohne eigenen Sanitärraum oder in Räumen einer Pflegeabteilung. Vor allem in älteren Pflegeheimen sind die Bewohner häufig noch in Zweibettzimmern untergebracht.
Die Pflegekasse kommt hier für die gesamten Kosten auf. Daher werden nur Senioren in ein Heim aufgenommen, die pflegebedürftig sind. Vor der Aufnahme muss ein vom Arzt ausgefüllter und unterschriebener  Fragebogen vorgelegt werden. Mehr Informationen geben die Heime auf Anfrage.

Beschützende Pflege

In diesen speziellen Pflegeabteilungen finden verwirrte und desorientierte Senioren Schutz und Betreuung. Bevor die Betroffenen dort hin ziehen, muss jedoch das Vormundschaftsgericht zustimmen.

Senioren im Wohnheim mit einem Hund
© KNA
Senioren-Residenzen bieten häufig einen höheren Komfort.

Senioren-Residenz

Neben „normalen“ Altenpflegeheimen gibt es die so genannten Seniorenresidenzen. Teurere "Fünf-Sterne-Heime", die mit einem höherwertigen Wohnangebot und besserem Service werben. Die Preise für Residenzen liegen bei bis zu 2.000 Euro im Monat. Die Kosten für Luxuswohnanlagen beginnen erst ab diesem Niveau. Umso wichtiger ist es, vor Ort zu prüfen, ob die angeboten Leistungen die hohen Kosten rechtfertigen.

Kurzzeitpflege

Einige Pflegeheime bieten Kurzzeitpflege an. Daneben gibt es spezielle Einrichtungen, die pflegebedürftige Menschen für einige Zeit aufnehmen. Pflegende Angehörige können für die Dauer von Urlaub, Krankheit oder Kur ihre Verwandten dort unterbringen. Die Pflegekassen übernehmen pro Jahr 1.432 Euro, in Ausnahmen auch bis zu 2.864 Euro.

Tages- und Nachtpflege

In Tagespflegeeinrichtungen werden ältere Menschen betreut, die nicht mehr alleine zurecht kommen, deren Angehörigen sie aber nicht rund um die Uhr betreuen können. Zu ihrer Entlastung übernehmen diese Einrichtungen je nach Bedarf die Tages- oder Nachtbetreuung der Senioren. Ein Fahrdienst holt die Senioren zuhause ab und bringt sie auch wieder zurück. Erhalten die Angehörigen Pflegegeld, können die Kosten von der Pflegeversicherung abgerechnet werden. Die Pflegekassen informieren über die Höhe der Zahlungen. (jm)

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