Betreutes Wohnen

Die beliebte Alternative zum Wohnheim
Ältere Menschen beziehen eine eigene barrierefreie Wohnung, die meist zu einer größeren Anlage gehört. Dazu können sie nach Bedarf Service- und Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen. Der Wohnpreis setzt sich aus der Miete und einer Servicepauschale zusammen. Die Bewohner erhalten ihre Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden und können Hilfen nach Bedarf anfordern.Zu den Grundleistungen gehören Beratungen, Vermittlung von Hilfen und Diensten, Freizeitangebote und Hausmeisterdienste. Daneben können die Senioren auch Verpflegung, Hausnotruf, Haushaltsdienste, Fahrdienste und ambulante Pflege in Anspruch nehmen. Manche Anlagen bieten aber auch eine angeschlossene vollstationäre Pflege. Achtung: Sind die Pflegeleistungen nicht im Vertrag enthalten, müssen sie extra bezahlt werden. Das kann unter Umständen teurer werden, als die Versorgung im Pflegeheim.
Private Zuzahlung erforderlich
Die Kosten liegen je nach Größe des Appartements, der Ausstattung und der Lage: zwischen 700 und 2.000 Euro und werden zum Teil von der Pflegeversicherung übernommen, meist sind aber private Zuzahlungen erforderlich, die gegebenenfalls durch das Sozialamt getragen werden.
Vielen Senioren erscheint diese Wohnform als beste Lösung. Doch Vorsicht: Da der Begriff des Betreuten Wohnens nicht rechtlich nicht geschützt ist, hat sich mittlerweile ein Wildwuchs an Angeboten gebildet. Deshalb sollten sich Interessenten umfassend über die einzelnen Möglichkeiten informieren, etwa beim Sozialamt. (jm)
