Mose und der Pharao

Gott schickt den Ägyptern die ersten acht biblischen Plagen
Mose und sein Bruder Aaron gingen zum Pharao, dem Herrscher über das ägyptische Volk, und Aaron sagte zu ihm: "Der Herr, der Gott Israels, lässt dir ausrichten, dass du sein Volk in Freiheit aus Ägypten ziehen lassen sollst." Der Pharao rief ärgerlich: "Wer ist dieser Gott? Ich kenne ihn nicht. Und er hat mir, dem mächtigen Pharao, keine Befehle zu erteilen. Und nun verschwindet, ihr arbeitsscheues Pack!"Der Pharao gab Anweisungen, die israelitischen Sklaven noch härter als bisher arbeiten zu lassen. Bisher wurde ihnen immer das Stroh zur Herstellung der Lehmziegel gebracht. Nun sollten sie das Stroh selbst in den Feldern schneiden, aber trotzdem genauso viele Ziegel herstellen wie früher.
Gott warnt die Ägypter
Das war unmöglich. Denn die Israeliten hatten bisher schon mehr als hart gearbeitet. Doch ihre ägyptischen Aufseher kannten keine Gnade. Sie schlugen die Sklaven und peitschten sie aus. Die Israeliten waren verbittert. Gott hatte sie doch aus Ägypten herausführen wollen. Nun war alles viel schlimmer geworden, als sie es sich je hätten vorstellen können. Die Ältesten gingen zu Mose und Aaron und beschimpften sie.
Voller Verzweiflung und Enttäuschung wandte sich Mose an Gott. Und Gott sprach: "Ich werde mein Versprechen halten. Aber vorher werde ich dem Pharao und seinem Volk eine Lehre erteilen. Ich werde die Ägypter bestrafen und schlimme Plagen über ihr Land kommen lassen." Er schickte Mose und Aaron noch einmal zum Pharao. Sie sollten ihn warnen und ihm seine Stärke beweisen. Gott sagte zu Aaron: "Nimm deinen Stab und wirf ihn vor dem Pharao hin! Der Stab wird zu einer Schlange werden."
So geschah es. Der Pharao aber befahl seinen Zauberkünstlern, das Gleiche zu tun. Sie warfen ihre Stäbe hin, und die Stäbe wurden Schlangen. Doch Aarons Stab verschlang die Stäbe der Zauberkünstler. Doch der Pharao nahm Gottes Warnung immer noch nicht ernst. Er lachte die Brüder aus und schickte sie fort.
Die ersten acht Plagen
Gott befahl Mose, seinen Stab über den Nil zu erheben. Sofort verwandelte sich das Wasser des Nils in dicke, rote Schlammmassen. Die Menschen konnten kein Wasser mehr aus dem Fluss schöpfen und litten Durst. Alle Fische starben. Nach sieben Tagen versprach der Pharao Mose, die Israeliten ziehen zu lassen. Mose betete zu Gott, und kurze Zeit später verwandelte sich der stinkende rote Schlamm wieder in frisches Wasser.
Doch plötzlich wollte der Pharao nichts mehr von seinem Versprechen hören. Er ließ Mose und sein Volk nicht aus Ägypten ziehen. Und so war es nach jeder neuen Plage, die Gott schickte.
Nun sandte Gott Unmengen von Fröschen, die das ganze Land bedeckten, in die Häuser, Betten und Öfen krochen. Dann gab es eine Fliegenplage und anschließend fielen Stechmücken ins Land ein und stachen Menschen und Tiere, dass sie über und über mit entzündeten, juckenden Beulen übersät waren. Anschließend schickte Gott eine schwere Viehkrankheit, an der unzählige Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen starben.
Als der Pharao immer noch nicht einsichtig wurde, kam eine Seuche über das Land, die bei Menschen schmerzhafte Geschwüre verursachte. Danach gab es ein fürchterliches Unwetter mit riesigen Hagelkörnern, die die Ernte zerstörten und Menschen töteten, die auf den Feldern arbeiteten. Schließlich fielen Unmengen von Heuschrecken über die Felder her und zerstörten den Rest der Ernte.
(Aus: Exodus, Kapitel 7)











