Junges deutsches Bistum

Ländliche Regionen und Wirtschafts- metropolen
Das Bistum Limburg ist eines der jüngsten Bistümer in Deutschland. Es wurde 1827 gegründet. Das Gebiet der Diözese umfasst rund 6.000 Quadratkilometer in den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz. Dort leben etwa 2,4 Millionen Menschen, davon sind 677.400 Katholiken. Der Anteil der Katholiken an der Bevölkerung beträgt demnach 28 Prozent.Das Bistum Limburg liegt in einer dicht besiedelten, wirtschaftlich hoch entwickelten Zone Deutschlands. Im Süden liegt das Rhein-Main-Gebiet mit der Wirtschafts- und Bankenmetropole Frankfurt. Neben der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden gehören auch der Rheingau, die ländlichen Gebiete in Westerwald und Taunus, sowie die Regionen um Wetzlar, Herborn und Dillenburg zum Bistum Limburg.
Jahrhundertelange Verbundenheit zwischen Georgsdom und Bistum
Mittelpunkt des Bistums ist der fast 800 Jahre alte Georgsdom. Auf Felsen gebaut ist er vielen Reisenden auf halber Strecke zwischen den Ballungsräumen Köln und Frankfurt ein vertrauter Anblick. Die Geschichte des Doms reicht bis in das frühe 10. Jahrhundert zurück: Graf Konrad Kurzbold ließ auf dem Hügel an der Lahn die erste Kirche bauen. Er gründete ein Stift, eine Art Kloster, in der Geistliche tätig waren, unter anderem, um für das Seelenheil des Stifters zu beten. Der Graf war ein loyaler Berater der ostfränkischen Könige. Als Zeichen der Anerkennung erhielt er von den Königen Ludwig dem Kind und Otto I. Güter geschenkt, die ihm den Bau der Kirche und den Unterhalt des Stifts finanzieren halfen. Im Laufe der Zeit kamen weitere Stiftungen hinzu.
Das an einer wichtigen Handelsstraße gelegene Kaufmannsstädtchen Limburg blühte in jener Zeit auf. Die Menschen wurden wohlhabend, so dass sie am Ende des 12. Jahrhunderts den Neubau der Stiftskirche finanzieren konnten, die nach ihrer Einweihung zugleich die Kirche der Pfarrei Limburg wurde. Die Bischöfe von Mainz und Trier sowie der Heilige Stuhl bemühten sich, ihren Einfluss auf das bedeutende Stift und die Besetzung der Kanonikerpositionen zu sichern. Die wechselvolle Geschichte des Stifts von Limburg währte bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Während der Säkularisation, wurde das Kloster geschlossen und die Kirche verlor enorm an Einfluss.
Wenige Jahre nach der Schließung des Stiftes, nämlich 1827, wurde Limburg Bischofssitz des neu gegründeten Bistums Limburg. Die Stiftskirche wurde zur Kathedrale, dem Stiftskapitel folgte das Domkapitel. Obwohl sich die Aufgaben geändert haben, steht das heutige Domkapitel in der elfhundertjährigen Tradition der Stiftsherren des Konrad Kurzbold.
Zur Gründung wurde dem neuen Bistum Limburg eine kostbare byzantinische Kreuzesreliquie geschenkt. Die Reliquie wird in einem Behälter, der sogenannten Staurothek, aufbewahrt, einer Handarbeit aus dem 10. Jahrhundert. Diese Kreuzesreliquie steht im Mittelpunkt des jährlichen Kreuzfestes, einer Art Diözesanen-Kirchentag. Die Staurothek gilt als Kunstwerk von Weltrang und gibt dem Domschatz von Limburg seinen Namen.
Bistums-Patron: Der Heilige Georg
Der Heilige Georg ist einer der beliebtesten Heiligen der Kirchengeschichte. Der Glaubenszeuge wurde wegen seines Glaubens zu Beginn der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian getötet. Georg zählt zu den 14 Nothelfern und lebte im dritten Jahrhundert. Im Hohen Dom zu Limburg finden sich zahlreiche Abbildungen des Heiligen. Um sein Leben ranken zahlreiche Legenden.
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