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Das erste Pessachfest

Der Sederteller für den Pessachauftakt
© Nikola Herweg/wikipedia
Bis heute feiern die Juden das Pessachfest als Erinnerung an Gottes Schutz. Dabei gibt es einen festen Ablaufplan. Das große Festmahl beginnt mit dem Sederteller (Foto).

Der Tag, an dem Gott die Israeliten beschützte

Nach jeder der acht Plagen, die bisher über Ägypten gekommen waren, flehten Mose und sein Bruder Aaron den Pharao an, auf Gott zu hören. Doch der Pharao blieb störrisch. Er wollte Gott nicht gehorchen und auch das Volk der Ägypter nicht vor dem drohenden Unheil bewahren. Da schickte Gott die neunte Plage, eine dreitägige Dunkelheit.

Der Pharao wurde wütend und schrie Mose an: "Ich will dich hier nie wieder sehen! Verschwinde für immer, oder du wirst sterben!" Mose antwortete: "Du willst nicht auf Gott hören und sein Volk ziehen lassen. Also wird auf Ägypten eine weitere Plage zukommen."

Gott verschont die Israeliten

Gott teilte Mose seinen Entschluss mit: "Um Mitternacht wird der Erstgeborene einer jeden Familie sterben – im Palast ebenso wie in jeder armen Hütte. In ganz Ägypten wird ein großes Jammern und Schreien zu hören sein." Als Mose den Pharao vor dem Schrecklichen warnte, was auf die Ägypter zukommen sollte, blieb dieser stur und uneinsichtig.

Gott versprach dem Mose, dass er auch diesmal das israelitische Volk verschonen würde. Doch sie sollten seine genauen Anweisungen befolgen.  Gott sagte: "Wenn jede Familie das tut, was ich anordne, werden alle israelitischen Erstgeborenen verschont. Sie müssen nicht sterben wie die Erstgeborenen der Ägypter."

Blut an den Türen der Israeliten

Mose gab an den Rat der Ältesten weiter, was Gott, der Herr, ihm aufgetragen hatte: "Geht zu jedem Familienvater und sagt ihm, er soll ein kräftiges gesundes junges Lamm aus seiner Herde aussuchen, es töten und mit dem Blut die Türen und Türpfosten seines Hauses bestreichen. Die Familienmutter soll von dem Fleisch ein Festessen bereiten.

Alle Familien sollen, sobald es dunkel geworden ist, in ihren Häusern bleiben und nicht mehr herausgehen. Das Blut an euren Türen wird Gott ein Zeichen dafür sein, dass ihr gehorsam seid. Und er wird euren Familien keinen Schaden zufügen. Wenn eure Kinder fragen, was das alles zu bedeuten hat, dann sagt ihnen: Wir feiern das Paschafest. Es ist der Tag, an dem Gott euch beschützt, während alle Erstgeborenen Ägyptens sterben."

Bis heute feiern die Juden das Pessachfest als Erinnerung an Gottes Schutz in dieser Nacht.

Aus: Exodus, Kapitel 12

Erzählt von Margret Nußbaum

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