Stichwort: Ad-limina-Besuch
„An den Schwellen“ der Apostelgräber
In regelmäßigen Abständen, fast immer alle fünf Jahre, sind die Bischöfe der Katholischen Kirche zu so genannten Ad-Limina-Besuchen in Rom. Zu den Zielen dieser Reise gehört es, dem Papst über die Situation im jeweiligen Bistum zu berichten. Jeder Diözesanbischof spricht darum persönlich und unter vier Augen mit dem Papst. Gleichzeitig wird der Besuch genutzt, um Gespräche in den verschiedenen Dienststellen des Vatikans zu führen.Vorausgeht ein umfangreicher Bericht jeder Diözese über die pastorale Situation. Ad-Limina-Besuche haben vor allem auch seit alters einen geistlichen Charakter: Die Bischöfe werden unter anderem in den römischen Basiliken Petersdom und San Paolo fuori le Mura Gottesdienste feiern. Die Besuche Ad-Limina bringen die lebendige Verbindung einer Teilkirche mit der Universalkirche zum Ausdruck.
Seinen Ursprung hat der Besuch „Ad-Limina“ (wörtl. „an den Schwellen“ der Apostelgräber) in der Pilgerfahrt zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus in Rom (Lateinisch „Visitatio ad limina Apostolorum“). Durchschnittlich kommen jedes Jahr etwa 500 Bischöfe zu diesen Besuchen nach Rom. Die letzten Ad-Limina-Besuche der deutschen Bischöfe fanden vom 8. bis 20. November 1999 statt. Der fünfjährige Rhythmus konnte in den letzten sieben Jahren vor allem wegen der schwächer gewordenen Gesundheit von Johannes Paul II. nicht eingehalten werden.
(C) Deutsche Bischofskonferenz
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