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Die katholische Lehre kennt vier Mariendogmen

Maria mit Jesuskind Notre Dame
© katholisch.de
Maria hält das Jesuskind im Arm.

Diese Lehrsätze oder Meinungen beziehen sich auf das Leben und das Sein Mariens

In der katholischen Theologie gibt es eine große Anzahl von Dogmen. Das Wort Dogma stammt aus dem Griechischen und heißt übersetzt Meinung, Lehrsatz. Ein Dogma ist in der katholischen Kirche ein Lehrsatz, der als wahr gilt. Zur Mutter Gottes gibt es vier Glaubensdogmen:

1.  Die Gottesmutterschaft Mariens
Da Gott der Vater und Christus nach der Lehrmeinung des Konzils von Nicäa eines Wesens sind, wurde 431 auf dem Konzil von Ephesus die Gottesmutterschaft Marias zum Dogma erklärt.

2.  Die immerwährende Jungfräulichkeit
Auf dem zweiten Konzil von Konstantinopel im Jahr 553 wurde in einem Dogma festgehalten, dass Maria vor, während und nach der Geburt Jesu immer jungfräulich blieb.

3.  Die unbefleckte Empfängnis
Papst Pius IX. verkündete dieses Dogma im Jahr 1854. Es besagt, dass Maria vor und nach ihrer Geburt frei von der Erbsünde ist.

4. Die leibliche Aufnahme Marias
Im Jahr 1950 stellte Papst Pius XII. folgendes Dogma auf: Maria ist die zeitlebens Sündenfreie, die mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde.

Das Dogma der Gottesmutterschaft erkennen auch die orthodoxen und protestantischen Kirchen an. Die Unbefleckte Empfängnis und die Aufnahme in den Himmel gelten nur in der römisch-katholischen Kirche. Das Dogma der immerwährenden Jungfräulichkeit wurde noch von den Kirchenreformern Martin Luther, Jean Calvin und Huldrych Zwingli vertreten – jedoch nicht mehr von den  evangelischen Kirchen heute. Diese – wie auch die Alt-Katholiken – sehen in Maria ein Vorbild des christlichen Glaubens unter vielen.

Von Margret Nußbaum
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