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Was macht der Papst den ganzen Tag?

Cover vom Papstbuch
© Verlag Sankt Michaelsbund

Wie neue Bücher Kinder mit dem Kirchenoberhaupt vertraut machen

München (KNA) Ist der Papst ein Italiener? Was macht er eigentlich den ganzen Tag? Und warum trägt er immer so ein weißes Käppchen auf dem Kopf? Das sind Dinge, die Kinder gerne wissen wollen und nach denen Erwachsene sich nicht zu fragen trauen. Abhilfe schafft das "Papstbuch für Kinder" aus dem Münchner Verlag Sankt Michaelsbund. Die Autoren Gerda und Ulrich Harprath geben Antworten auf Fragen rund um Benedikt XVI. Kurz vor dem Papst-Besuch in Bayern gibt es hier die Möglichkeit, sich für das große Ereignis umfassend schlau zu machen.

Wer weiß denn schon auf Anhieb, warum die Päpste ausgerechnet von Rom aus die Geschicke der katholischen Kirche lenken? Oder warum sie sich so gerne den Namen Johannes geben? Auf kindgerechte Weise, aber nie plump vereinfachend entwirren die Autoren das geheimnisvolle Universum hinter den Mauern des Vatikan. Sogar das komplizierte Konklave, das immer wieder die Weltöffentlichkeit in Atem hält, wird zu einer relativ einfachen Angelegenheit, wenn man es mit einer Klassensprecherwahl vergleicht. "Gewählt werden darf jeder, der zu dieser Klasse gehört und das Amt auch annehmen will", heißt es da.

Wie der Papst als Schulkind ausgesehen hat, ist auf einem alten Klassenfoto zu sehen, das ihn mit seinen Kameraden zeigt. Neben Latein lernte er im Gymnasium auch Altgriechisch. Das griechische Alphabet haben die Autoren eigens in einem Kasten abgedruckt; wer Spaß an den "lustigen Buchstaben" hat, kann in einer vorgegebenen Zeile versuchen, seinen Namen zu schreiben.

Die vielen bunten Bilder und Fotos, etwa von den farbenprächtig gewandeten Schweizergardisten, ziehen Kinder sicherlich in ihren Bann. Vielleicht sind es manchmal zu viele Fakten. Im zarten Alter von zehn Jahren muss man nicht unbedingt wissen, was eine Camera Lacrimatoria ist - jenes "Zimmer der Tränen", in dem der Papst nach seiner Wahl allein sein darf. Dafür ist das Buch perfekt als heimliches Nachschlagewerk für Eltern, Großeltern, Journalisten und alle, die sonst noch mitreden wollen.

Ein wenig verspielter geht Kirsten Piech in ihrem im Verlag Bernward bei Don Bosco erschienenen "Pia im Vatikan" das Thema an. Sie schickt die kleine Pia mit den frechen Zöpfen zusammen mit Julius, dem Sohn eines Schweizergardisten, durch den Vatikan.

Dort trifft sie neben dem bronzenen Petrus auch Köche, Gärtner und Kardinäle, bestaunt die Sixtinische Kapelle und schaut zum Schlafzimmerfenster des Papstes hinauf. Das alles wird flott erzählt und durch die Bilder von Martina Spinkova nett illustriert. Nur der Papst selbst bleibt als Figur ein wenig blass. Man erfährt über Benedikt XVI. lediglich, dass er aus Bayern kommt und früher Vorsitzender der Glaubenskongregation war - eine Information, mit der ein Kind wahrscheinlich herzlich wenig anfangen kann. Trotzdem ist den Autorinnen ein liebevoll gestalteter kleiner Führer durch den Vatikanstaat gelungen, den Familien bei einer Rom-Reise gut in den Koffer packen können.

Gerda und Ulrich Harprath: Das Papstbuch für Kinder. Verlag Sankt Michaelsbund, 48 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, 12,90 Euro.

Kirsten Piech: Pia im Vatikan. Entdeckungen rund um den Petersdom. Illustriert von Martina Spinkova. Bernward bei Don Bosco, 44 Seiten, 7,90 Euro. zum Anfang zum Anfang
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