Die Deutsche Bischofskonferenz

Katholisch.de informiert über die Deutsche Bischofskonferenz und ihre Aufgaben
Die Deutsche Bischofskonferenz ist der Zusammenschluss aller katholischen Bischöfe der Diözesen in Deutschland. Sie dient der Förderung gemeinsamer pastoraler Aufgaben, der Koordinierung der kirchlichen Arbeit, dem gemeinsamen Erlass von Entscheidungen, der Pflege der Verbindung zu anderen Bischofskonferenzen und dem Kontakt zum Vatikan. Erzbischof Robert Zollitsch ist seit Februar 2008 der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Er repräsentiert diese nach außen gegenüber Staat und Gesellschaft.Ursprünge in Würzburg
1848 kamen die deutschen Bischöfe erstmals zu einer Konferenz in Würzburg zusammen. Die kirchenpolitischen Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts, aber auch die mit den demokratischen Freiheiten gegebenen neuen Möglichkeiten, führten zu einem verstärkten gemeinsamen Vorgehen sowohl bei den Laien als auch bei den Bischöfen. 1867 entstand dann die Fuldaer Bischofskonferenz als feste Einrichtung, die ihre kirchenrechtliche Verankerung jedoch erst über ein Jahrhundert später durch das Zweite Vatikanische Konzil erhielt. 1966 gibt sich die Fuldaer Bischofskonferenz gemäß den kirchenrechtlichen Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils ein neues Statut und heißt von nun an Deutsche Bischofskonferenz.
Die Vollversammlung
Zu der Bischofskonferenz gehören die Diözesanbischöfe, Koadjutoren, Diözesanadministratoren und die Weihbischöfe. Derzeit gehören 69 Mitglieder dem Gremium an. Sie bilden die Vollversammlung, die das oberste Organ der Bischofskonferenz darstellt. Zweimal im Jahr tagt die Versammlung. Die Frühjahrs-Vollversammlung findet an wechselnden Orten statt, wohin gegen die Herbst-Vollversammlung stets in Fulda tagt. Im Fuldaer Dom befindet sich das Grab des heiligen Bonifatius, der als Apostel der Deutschen gilt. Zu den Aufgaben der Vollversammlung gehören unter anderem die Wahl des Vorsitzenden für sechs Jahre und der Erlass allgemeiner Dekrete.
Der Ständige Rat
1974 wurde der Ständige Rat eingerichtet, um die Vollversammlung von laufenden Aufgaben zu entlasten und eine kontinuierliche Beratung der Diözesanbischöfe zu gewährleisten. Außerdem koordiniert er die Arbeit der Bischofskonferenz, die pastorale Tätigkeit der Diözesen untereinander und bereitet die Sitzungen der Vollversammlung vor. In ihm ist jede Diözese durch den Bischof mit Sitz und Stimme vertreten. Der Ständige Rat kommt jährlich fünf- bis sechsmal zu einer eintägigen Sitzung zusammen.
Sekretariat in Bonn
Die Deutsche Bischofskonferenz hat ihren Sitz in Bonn, wo sie durch den Sekretär Pater Hans Langendörfer vertreten wird. Das Sekretariat steht dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz bei der Vorbereitung der Vollversammlungen und der Sitzungen des Ständigen Rates sowie bei der Durchführung der Beschlüsse dieser Gremien zur Verfügung. Es gliedert sich in die vier Bereiche "Glaube und Bildung", "Pastoral", "Kirche und Gesellschaft" sowie "Weltkirche und Migration". Die Bereiche sind den Bischöflichen Kommissionen zugeordnet.
Der Verband der Diözesen Deutschlands
Die 27 rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen deutschen Diözesen haben sich im Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) zusammengeschlossen. Vorsitzender der Vollversammlung des VDD ist der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Geschäftsführer des VDD ist der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer. Der VDD nimmt die Aufgaben wahr, die ihm zum einen von der Deutschen Bischofskonferenz und zum anderen mit der Zustimmung der Diözesen im überdiözesanen Bereich übertragen sind.
