Geistliche Gemeinschaft mit Regeln

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Im Kloster zu Hause
Das Wort Orden enthält den lateinischen Ausdruck ´ordo´, der unter anderem für Ordnung steht. Und die ist charakteristisch für den Orden, welcher eine dauernde Form freiwilligen Zusammenlebens in einer geistlichen Gemeinschaft beschreibt. Der Anerkennung bestimmter Regeln kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. In der Ordensregel stehen die grundsätzlichen Orientierungspunkte für die persönliche und gemeinschaftliche Lebensgestaltung der Ordensmitglieder. Klösterliche Gründungen orientieren sich im Wesentlichen an den vier großen Ordensregeln von Augustinus, Benedikt, Franziskus und Ignatius. Als geistliche Gemeinschaften sind Orden vom Papst oder Bischof anerkannte Verbindungen.Ordensleben
Alle Mitglieder eines Ordens legen ein öffentliches Gelübde ab und verpflichten sich zu Keuschheit, Armut und Gehorsam. Auch wenn das Ziel des Ordenslebens durchaus religiös bestimmt ist, so können die einzelnen Mitglieder in allen Bereichen des kirchlichen und öffentlichen Lebens tätig werden. Oft bestimmt die Ordensregel eine vorrangige Aufgabe wie z.B. die Tätigkeit in Schule und Erziehung, Armen- und Krankenpflege oder Mission. Den Ordensgemeinschaften und ihren Aufgaben kommt daher in der Gesellschaft eine wichtige Bedeutung zu.
Viele Klöster machen Interessierten das Angebot, eine Zeit lang mit den Ordensmitgliedern zusammen zu leben. Das kann eine Zeitspanne von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten umfassen. Nicht zu verwechseln ist dieses Angebot mit einem Eintritt in einen Orden. Hierfür sind besondere Einübungs- und Erprobungszeiten in Form der Kandidatur notwendig. Die intensive Einübung ins Ordensleben und in die konkrete Ordensgemeinschaft erfolgt dann im Noviziat, das bei erfolgreichem Verlauf nach 12 oder mehr Monaten in eine zunächst auf bis zu drei Jahre befristete Bindung an die Ordensgemeinschaft übergeht. Daran schließt sich eine ordensinterne Aus- und Fortbildung an.
Ordensvielfalt
Es gibt eine Vielfalt von unterschiedlichen Männer- und Frauenorden. In Deutschland bestehen in 490 klösterlichen Niederlassungen über 60 verschiedene Männerorden, in denen etwa 4.800 Ordensmänner leben. Unter den einzelnen Ordensgemeinschaften stehen die Benediktiner an erster Stelle. Die Franziskaner sind die zweitstärkste Vertretung.
Bei den Frauenorden ist die Zahl der Gemeinschaften, Niederlassungen und Mitglieder in Deutschland um ein Vielfaches größer: In etwa 2.400 klösterlichen Niederlassungen leben rund 24.700 Ordensfrauen. Die größten Gruppen bilden die benediktinisch, franziskanisch und vinzentinisch geprägten Ordensgemeinschaften.
Deutsche Ordensobernkonferenz
In Deutschland ist die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) die offizielle Vertretung aller römisch-katholischen Ordensgemeinschaften. Das Generalsekretariat befindet sich im Haus der Orden in Bonn. Orden.de ist die Plattform der DOK. Sie bietet Informationen zum Ordensleben und zu katholischen Ordensgemeinschaften in Deutschland.
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