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Alles hat seine Zeit

Ansichtskarte der Aktion Advent ist im Dezember
© Advent ist im Dezember

Aktion zur Wahrung der Adventszeit

„Alles hat seine Zeit.“ Dies ist nicht nur eine Weisheit der Bibel, sondern das haben Menschen zu allen Zeiten erfahren. Abgegrenzte Zeiten, Rhythmen, die das Leben gliedern helfen uns, den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Sie geben Zeit zum Aufatmen und Raum zum Innehalten und Entspannen.

Der Advent wie auch die ihm vorausgehenden stillen letzten Wochen des Kirchenjahres sind im Jahreskreis wichtige Zeiten: Der Einkehr und Stille sowie des Gedenkens an die Endlichkeit des Lebens folgt die Zeit der Erwartung und der Vorbereitung des Weihnachtsfestes. Nach dem Ewigkeitssonntag (Totensonntag) oder Christkönigsfest genannt beginnen die Wochen der Vorfreude auf das Fest der Geburt Jesu.

Oftmals sind jedoch aus den vier Adventswochen sechs oder mehr geworden. Weihnachtsaktionen und teilweise auch Weihnachtsmärkte beginnen häufig schon Mitte oder gar Anfang November. Unabhängig von den in einigen Regionen und Städten gewachsenen und traditionell anerkannten Weihnachtsmärkten, gibt es für einen solch vorzeitigen Beginn dieser Veranstaltungen keine entsprechende Rechtfertigung.

Straßen und Schaufenster sind so weit vor dem Christkönigsfest bereits weihnachtlich geschmückt. Das besondere vorweihnachtliche Gefühl der Adventszeit, zu der Advents- und Weihnachtslieder ebenso gehören, wie der Bummel über einen Weihnachtsmarkt oder Geschenkekauf, wird durch die immer größere zeitliche Ausdehnung nicht gesteigert, sondern geht dabei verloren. Die besondere christliche Bedeutung dieser Zeit wie auch ihre prägende Kraft für unsere Gesellschaft und für familiäre Traditionen werden verdrängt.

Gegen diesen Trend wenden sich gemeinsam die Kirchen, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels, der Deutsche Schaustellerbund, der Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute, und der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Gemeinsam erinnern sie an die Besonderheit der Adventszeit und rufen dazu auf, die vorweihnachtlichen Traditionen wieder neu zu entdecken und mit Leben zu füllen. Sie hoffen, dass sich die Menschen Zeit nehmen für den Advent und ihn in angemessener Weise begehen. Es ist im Interesse aller, wenn die jahreszeitlichen Feste und Veranstaltungen ihren unverwechselbaren Charakter behalten. Alle Verbände weisen ihre Mitglieder ausdrücklich auf diesen Aufruf hin und bitten um regionale Unterstützung. Die Initiatoren laden auch andere Verbände und Institutionen sowie Einzelpersonen ein, sich dieser Initiative anzuschließen.

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